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13.06.2018 - Mit Bienenfleiß zur Einrichtung einer Blühwiese

Am Anfang dieses Jahres erhielt der Vorstand des Fördervereins Landesgartenschau Kenntnis vom Wunsch des Imkervereins, eine Blühwiese einrichten zu wollen. Die Aussicht auf frischen Honig und die Gewissheit, den fleißigen Bienen aus Dankbarkeit für deren uneigennützige Diensteifer, eine fachgerechte Blütenweide in ihre Flugschneiße zu legen, rief im Vorstand uneingeschränkte Zustimmung hervor.

Gemeinsam mit der schon oft und sehr erfolgreich mit uns kooperierende Fachgesellschaft für Umweltplanung und Stadtentwicklung fagus suchten wir eine dafür geeignete Fläche aus.  An der Äußeren Chemnitzer Straße, gegenüber der Tankstelle, neben der ehemaligen Lederfabrik, wurden wir fündig.

Nach anfänglich notwendigen Probegrabungen erwies sich der ehemalige Industriestandort als geeignet. Der Saatgutlieferant riet dringend die Fläche mit „grober Technik umzubrechen“, damit die alte Grasnarbe untergearbeitet wird und dann, vor der Ansaat, „zu feiner Nacharbeit“ („O-Ton des Fachmannes“). Bagger und andere schwere Technik rückten von der benachbarten Baustelle Zschopauaue an, um für den sieben Meter breiten, parallel zum Geh- und Radweg verlaufenden Blühstreifen, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Der Saatgutproduzent und -lieferant aus Halle/Saale gab uns zur Planung der Blühwiesenmischung folgenden sehr interessanten Hinweis: „Grundsätzlich ist es sinnvoller, und kostengünstiger die Saatmischung dem Standort anzupassen, als komplizierte Bodenverbesserungen durchzuführen, um einen Wunschpflanzenbestand (vielleicht) zu etablieren. Unser Anliegen sind hohe Wiederfindungsraten der angesäten Arten (möglichst über 70 % bei 30 bis 50 verschiedenen Mischungspartnern) während der ersten drei Standjahre. Darüber hinaus soll auch nach zehn Jahren erkennbar sein, was hier mal angesät wurde. Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Zusammenstellung von Saatgutmischungen, die natürliche oder naturnahe Pflanzenbestände initiieren sollen.“

Das traf haargenau die Intensionen unserer Landschaftsplaner und Gärtner. Es entsprach aber auch den Vorstellungen der Mitglieder im Förderverein.  Die Bienen konnten wir leider bis jetzt noch nicht befragen. Durch ihre aufwändige Suche nach geeigneten Nahrungsspendern, sind sie im Augenblick nur ganz schwer anzutreffen. Nach der Einsaat und dem Abdecken mit Mutterboden am 29.05.2018 stellt sich für alle Passanten von der Äußeren Chemnitzer Straße ein langer, sieben Meter breiter, erdbrauner Streifen in mitten der bereits vorhandenen Wiese dar. Auf einer Gesamtfläche von 1050m² wird recht bald, so uns der Wettergott hold ist, eine opulente Blühwiese entstehen. Das verwendete Wildpflanzensaatgut, bestehend aus 43 verschiedenen Arten, verspricht den Insekten einen reich gedeckten Tisch und allen Passanten einen vielfarbigen und reichhaltigen Wildpflanzenflor. Frau Dr. Seelemann (fagus) ergänzte: „Es werden auch einige Arten darunter sein, die sich erst im nächsten Jahr entfalten. Deshalb wird das Blühspektrum in den nächsten Jahren immer wieder etwas variieren und interessant zu beobachten sein.“

Der Preis für das Saatgut, welches mit je 10g/m² ausgebracht wurde, scheint mit 741€ angemessen. Bei dem erhofften Ergebnis ist es mehr als ein Schnäppchen.

Die Stadtverwaltung versprach, für Passanten ohne grünen Daumen, noch vor Eröffnung der Landesgartenschau 2019, ein entsprechendes Hinweisschild zum Charakter der Blühwiese aufzustellen.

Bleibt zu hoffen, dass die noch aus der ehemaligen Baustelleneinzäunung erhaltenen Relikte des Maschendrahtzaunes recht bald dem Schrotthandel übereignet werden.

 

Gunter Teichert
Mitglied im Förderverein

 

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