Öffnungszeiten
Mo - Fr: 08:00 - 20:00 Uhr
Sa: 12:00 - 08:00 Uhr
So: 08:00 - 08:00 Uhr
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Herzlich willkommen in der Garnisonsstadt Frankenberg/Sa.
Mit der Sonderausstellung „Gesammelt. Gerettet. Gezeigt.“ erinnert die ZeitWerkStadt an das 30-jährige Bestehen des Fahrzeugmuseums Frankenberg. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht allein historische Fahrzeuge, sondern vor allem die Menschen, die mit großem Engagement dafür gesorgt haben, dass die Geschichte des Fahrzeugbaus in Frankenberg/Sa. und der Region bis heute lebendig geblieben ist.
Museumsleiterin Franziska Bäßler machte zur Ausstellungseröffnung deutlich, worum es bei der neuen Sonderausstellung geht: „Diese erzählt vor allem von Menschen.“ Menschen, die Anfang der 1990er Jahre überzeugt davon waren, dass die Geschichte des Fahrzeugbaus nicht verloren gehen darf. Während zahlreiche Betriebe schlossen und Werkstore für immer ihre Pforten verriegelten, standen Fahrzeuge, Werkzeuge, Dokumente, Fotografien und Erinnerungsstücke plötzlich vor einer ungewissen Zukunft. Für viele hatten sie keinen Wert mehr – für andere waren sie unbezahlbare Zeugnisse einer Arbeitswelt, die Frankenberg, Hainichen und Chemnitz über Generationen geprägt hatte.
Aus dieser Überzeugung heraus begann das, was die Ausstellung mit drei Worten beschreibt: Gesammelt. Gerettet. Gezeigt. Viele der Frauen und Männer, die damals Fahrzeuge vor der Verschrottung bewahrten, Unterlagen sicherten, Erinnerungen festhielten und ihr Wissen weitergaben, waren zur Ausstellungseröffnung selbst anwesend. „Sie haben etwas geschaffen, das weit über eine Sammlung hinausgeht“, sagte Bäßler. „Sie haben dafür gesorgt, dass ein wichtiger Teil der Frankenberger Identität sichtbar geblieben ist.“ Dafür gebühre ihnen großer Respekt und herzlicher Dank.
Einen besonderen Dank erhielten Jürgen Rehm (rechts im Bild) und Winfried Hacker (links im Bild). Jürgen Rehm zählt zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins Fahrzeugmuseum Frankenberg e. V. Gemeinsam mit seinem Team baute er das Fahrzeugmuseum über Jahrzehnte auf, entwickelte es kontinuierlich weiter und leitete es bis 2019. Mit unermüdlichem Einsatz, großem Fachwissen und viel Leidenschaft trug er maßgeblich dazu bei, dass die Geschichte von FRAMO und Barkas erhalten blieb. Auch den Übergang der Sammlung in die ZeitWerkStadt begleitete er mit seiner Erfahrung und unterstützte die Entwicklung der heutigen Ausstellung.
Winfried Hacker, ehemaliger Versuchsfahrer bei Barkas, engagiert sich ebenfalls seit vielen Jahren im Förderverein und als ehrenamtlicher Unterstützer der ZeitWerkStadt. Bis heute steht er dem Museum mit seinem umfangreichen Fachwissen, seiner Erfahrung und seiner Hilfsbereitschaft zur Seite.
Zu den besonderen Exponaten der Sonderausstellung zählt ein seltener Piccolo-Kleinstwagen aus dem Besitz von Johannes Keilig. Das nur acht PS starke Fahrzeug mit seiner Holzkarosserie macht seinem italienischen Namen „Piccolo“ (bedeutet „klein“) alle Ehre. Er hatte das historische Fahrzeug vor einigen Jahren erworben und stets sorgfältig aufbewahrt. Für die Dauer der Sonderausstellung stellt er den außergewöhnlichen Wagen der ZeitWerkStadt als Leihgabe zur Verfügung. Auch ihm dankte Museumsleiterin Franziska Bäßler. Ebenso den zahlreichen Unterstützern und dem Team der ZeitWerkStadt, die an der Entstehung der neuen Sonderausstellung sowie als Leihgeber mitgewirkt haben.
Die Sonderausstellung blickt nicht nur zurück. Sie erzählt Geschichten von Erfindergeist, handwerklichem Können, Stolz und harter Arbeit und vor allem von den Menschen, die diese Erinnerungen bewahrt haben. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die Entstehung des Fahrzeugmuseums, in Restaurierungsarbeiten und in zahlreiche Fahrzeuge sowie Objekte, die teilweise erstmals oder nach langer Zeit wieder öffentlich gezeigt werden.
Noch bis zum 28. Februar 2027 bietet die Sonderausstellung in der ZeitWerkStadt die Gelegenheit, nicht nur außergewöhnliche Fahrzeuge zu entdecken, sondern vor allem den Menschen zu begegnen, die mit ihrem Engagement ein wichtiges Stück Frankenberger Industriegeschichte für kommende Generationen bewahrt haben.
Pressestelle
Stadt Frankenberg/Sa.
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