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07.10.2019 - Die Landesgartenschau Frankenberg/Sa. hat Ihre Tore geschlossen

Frankenberg/Sa. hat sein Gartenfestival mit einer großen Abschlussveranstaltung beendet. Zahlreiche Besucher waren am Sonntag, 06. Oktober 2019, gekommen um mit zu feiern und Abschied zu nehmen.
Begonnen hat der letzte Tag auf der Landesgartenschau mit einem Ökumenischen Gottesdienst zum Erntedankfest auf der Hauptbühne im Naturerlebnisraum Zschopauaue. Unter dem Thema „Weniger ist mehr“ wurde neben dem Dank für Ernte und Lebensgrundlagen der Umgang mit Lebensmitteln thematisiert.

In den Paradiesgärten Mühlbachtal unterhielt „Musikmaschinist“ Peter Till mit seinem mobilen Universal Druckluft Orchester auf besondere Weise die Gäste. Denn der Dresdner Tüftler, Peter Till hat Schlagzeug, Bassgitarre und Melodica mittels vieler Schläuche mit einem Kompressor verbunden, an einem Computer angeschlossen und auf einen Piaggio Dreiradroller APE 500 montiert. Der Kompressor erzeugt Druckluft bis zu 6 bar und per Computer werden die entsprechenden Ventile bedient. Bis zu drei Instrumente gleichzeitig kann Peter Till auf dem Druckluftorchester spielen.

Am Nachmittag stimmte eine Luftakrobatik-Show, bei der Fallschirmspringer mit den Fahnen von Frankenberg und Torgau auf der Wiese neben der Hauptbühne landeten auf das Abschlussprogramm ein. Mit dabei waren auch die riesigen Stelzenläufer des Theaters Feuervogel, die die Gäste bereits am Haupteingang sowie an der Rad- und Fußwegbrücke „Schlange“ abholten und zur Hauptbühne begleiteten. Mit ihren mystischen Bewegungen und spektakulären Kostümen versetzen sie das Publikum ins Staunen.

Anschließend sorgten zahlreiche regionale Künstler und Musiker, wie die Broken Beat Crew, das Sinfonische Blasorchester sowie die Dancing Sox für gute Stimmung. Auch Kinder der Kita Triangel präsentierten vor einem riesigen Publikum ihr selbst geschriebenes Gartenschau-Lied. Höhepunkt war die Staffelstab-Übergabe an die Oberbürgermeisterin der Stadt Torgau, Romina Barth. Sie bekam von Bürgermeister Thomas Firmenich eine Sitzbank im Kleinformat überreicht. In Torgau wird 2022 die 9. Sächsische Landesgartenschau stattfinden. Besondere Ehre wurde dem Landesgartenschau Geschäftsführer Jochen Heinz zuteil. Als Zeichen des Dankes und Anerkennung erhielt er für seine Verdienste die Ehrenmedaille der Stadt Frankenberg/Sa. in Silber aus den Händen des Bürgermeisters überreicht.

Bilanz und Ausblick

Seit ihrer Eröffnung am 20. April 2019 zog die 8. Sächsische Landesgartenschau in Frankenberg/Sa. etwa 410.000 Besucher in die sächsische Kleinstadt.
"60.000 Besucher mehr, als wir geplant haben. Das ist toll." berichtete Bürgermeister Thomas Firmenich zur Abschlussveranstaltung. Damit wurde die ursprüngliche Zielvorgabe von 340.000 Besuchern deutlich übertroffen.

Doch nicht nur touristisch war die Gartenschau ein voller Erfolg. Sie leistete auch einen wichtigen Beitrag für die Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft und für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung in und um Frankenberg/Sa.
„Die Landesgartenschau war für unsere Stadt Frankenberg/Sa. eine großartige Chance. Viele engagierte Bürger haben mitgeholfen unsere Frankenberger Gartenschauvision unter dem Motto „natürlich mittendrin“ Wirklichkeit werden zu lassen. Nun ist dieses Großereignis vorüber. Doch das bedeutet für Frankenberg: Nach der Gartenschau ist vor der Gartenschau. Nun liegt es an uns, den Frankenberger Bürgerinnen und Bürgern sowie vielen Vereinen und Gewerbetreibenden die großartigen Impulse die die Gartenschau für Frankenberg gebracht hat auch dauerhaft für eine nachhaltige Wirtschafts- und Stadtentwicklung zu nutzen.“, erklärt Bürgermeister Thomas Firmenich.

Anlagen, die nach der Gartenschau weitergenutzt werden:

Viele Anlagen, die im Zuge der Landesgartenschau neu gebaut wurden, werden den Bewohnern und Besuchern der Stadt auch nach dem Großereignis weiter zur Verfügung stehen.

  • Dazu gehören im Geländeteil Zschopauaue die Plätze für Streetball und Volleyball, der Physikalische Spielplatz, der Sparkassen-Kletterpark (Niedrigseilklettergarten) sowie die enviaM-Kraftstrecke. Und auch weite Teile der Gartenanlagen um die ZeitWerkStadt bleiben erhalten. Dazu gehören vor allem die weniger pflegeintensiven Anpflanzungen wie der Garten der Giganten mit den Großstaudengewächsen, der Rhododendrengarten sowie der Naturgarten. Zusätzlich bleiben aber auch der Pharmazeutische Garten, der Heide- und Liliengarten als Daueranlagen erhalten.

Die Bühnenüberdachung und auch die Bühne werden zurückgebaut. Was bleibt sind die Medienanschlüsse, so dass die technischen Voraussetzungen auch für künftige Großveranstaltungen vorhanden sind.

  • Auch die Paradiesgärten Mühlbachtal werden das Stadtbild Frankenberg/Sa. über die Gartenschau hinaus bereichern. Erhalten bleiben hier der Beitrag der Kleingärtner, der Steingarten, der Naturlehrpfad und die Imkerei. Auch die Sitzblöcke im Bereich des Paradiestreffs und die kunstvolle Beleuchtung im Durchlass bleiben bestehen.
  • Ebenso wird der aus 20 Kunstwerken bestehende Skulpturenpfad den Bürgern der Stadt erhalten bleiben. Die Plastiken und Skulpturen sind über die ganze Innenstadt verteilt und sollen an historische Begebenheiten und bedeutende Persönlichkeiten der Stadtgeschichte erinnern. Einwohner und Besucher können so die Historie Frankenbergs bei einem entspannten und zugleich lehrreichen Spaziergang erkunden. Beginnend mit der Skulptur „Der nacksche Mann“ am Marktplatz führt der Weg u. a. vorbei an der St. Aegidien-Kirche mit „Hochzeitbrunnen“ von dort zum Gymnasium mit „Martin Luther Denkmal“ und Heiner Müller-Büste durch den Friedenspark mit drei weiteren Skulpturen. Danach geht es weiter über die Sachsenstraße zum oberen Ende des Mühlbachtals. Entlang des Mühlbachs geht es weiter bis zum ehemaligen Kaufhaus Schocken und zum Dammplatz, von wo aus der Weg schließlich wieder zurück auf den Marktplatz mit drei weiteren Skulpturen führt. Den Schlusspunkt der Tour bildet die Plastik „Zigarrenrohr“, die an die einst erfolgreiche Zigarrenindustrie in Frankenberg erinnern soll.
  • Einen weiteren nachhaltigen, städtebaulichen Mehrwert hat Frankenberg/Sa. mit der neuen 262 m langen und 2,50 m breiten Schrägseilbrücke über die B169 erhalten. Die Rad- und Gehwegbrücke verbindet auf elegante Weise den neu entstandenen Naturerlebnisraum Zschopauaue mit seinen vielfältigen Sport-, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten und das ebenfalls neu entstandene Teilstück des Zschopautal-Radweges mit der historischen Frankenberger Altstadt. Durch die neu geschaffene Verbindung wird die Innenstadt mehr belebt. Ein weiterer positiver Effekt der neuen Brücke: Radfahrern und Fußgängern wird nun eine viel sicherere Überquerung der verkehrsreichen Bundesstraße B169 ermöglicht.

 

Umbau der Blumenhalle zum Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte – mit Namen ZeitWerkStadt

Die Blumenhalle der Landesgartenschau wird vom Herbst bis Frühjahr 2020 zum Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte umgebaut. Das Konzept sieht vor, dass Frankenberger „Bürger“ aus verschiedenen Epochen die Besucher begrüßen und sie mitnehmen auf eine interaktive Zeitreise durch die Stadt. Inhaltliche Schwerpunkte bilden dabei die Geschichte der Fahrzeugindustrie mit dem Barkas, der lange Zeit in Frankenberg gebaut wurde, sowie die Geschichte der Druckereien, Teppichweber und Zigarrenhersteller. Eine besondere technische Raffinesse ist der TimeCube (Zeitwürfel) mit seinen aufwendigen Rundum-Projektionen. Die Eröffnung des Museums ist für April 2020 geplant.

Leuchtende Paradiesgärten finden auch in den nächsten beiden Jahren in Frankenberg/Sa. statt

Die vierzehntägige Sonderveranstaltung „Leuchtende Paradiesgärten“ wird auch im Herbst 2020 und 2021 wieder in Frankenberg stattfinden. Immer mit Beginn der Dämmerung in den grauen Herbsttagen wird sich die Frankenberger Innenstadt mit dem Geländeteil „Mühlbachtal“ in eine phantastisch leuchtende Märchenlandschaft verwandeln. Dazu werden wie in diesem Jahr wieder zahlreiche Leuchtfiguren aufgestellt und die Natur und Stadtkulisse mit hunderten Scheinwerfern illuminiert.

Ab- und Rückbau

Doch nicht alles von der Gartenschau wird bleiben. Der Ab- und Rückbau der nicht für die Dauer ausgelegten Anlagen hat bereits am Montag, 07.10.2019 begonnen. Im Geländeteil Zschopauaue müssen im Wesentlichen die große Bühne mit Überdachung, das MDR-SACHSEN-Café, der Infopunkt in der Blumenhalle, der Haupteigang, der Gärtnermarkt und Rollstuhlverleih sowie die Toiletten und Kassenhäuschen zurückgebaut werden. Auch die Buswendeschleife vor der Blumenhalle wird zurückgebaut. Viele pflegeintensive Gartenanlagen – allen voran die 7 Themengärten, der Dahliengarten und die Fläche für Grabgestaltung werden in Wiese bzw. Blühwiese umgenutzt. Im Mühlbachtal betrifft der Rückbau v. a. die Kassenhäuschen, den Biergarten, die Nebenbühne und den Färbergarten.
So wollen wir die Instandhaltungs- und Pflegekosten des Geländes nach der Gartenschau für die Stadt Frankenberg so gering wie möglich halten.“ erklärt Jochen Heinz, Geschäftsführer der Landesgartenschau Frankenberg/Sa. gGmbH.

 

Das Landesgartenschau-Team sagt allen Besuchern und Gartenschau-Begeisterten, die mit uns diese für Frankenberg/Sa. einmalige Zeit gefeiert haben: DANKESCHÖN!

 

Pressestelle
Landesgartenschau Frankenberg/Sa. gGmbH

 

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