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15.07.2019 - Positive Effekte der 8. Sächsischen Landesgartenschau

Am 13. Juli 2019 feierte die Landesgartenschau Frankenberg/Sa. mit rund 2.100 Gästen Bergfest. Bislang konnten mehr als 160.000 Besucher gezählt werden. Die Großveranstaltung leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft und für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung in und um Frankenberg/Sa.

Die Planung und Durchführung der 8. Sächsischen Landesgartenschau, die vom 20. April bis 06. Oktober 2019 stattfindet, ist ein wichtiger Teil der nachhaltigen Entwicklungsstrategie der Stadt Frankenberg/Sa. Die Kommune hat sich drei große Ziele gesetzt: Zum einen „Stadt der Bildung“ zu sein und v. a. Kinder frühzeitig zu fördern, zum zweiten, als Kommune bewusst energieeffizient zu handeln. Schon heute ist Frankenberg Träger des European Energy Award (eea). Das bedeutet, dass die gesamten Energie- und Klimaschutzaktivitäten Frankenbergs systematisch erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden, um Potenziale der nachhaltigen Energiepolitik und des Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können. Damit wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess für eine nachhaltige Energie- und Klimaschutzpolitik seitens der Kommune Frankenberg etabliert. Das dritte wichtige Ziel Frankenbergs, ist die Umsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Dafür leistet die Ausrichtung der 8. Sächsischen Landesgartenschau einen großen Beitrag. Insgesamt wurden ca. 11 Hektar Fläche für die Landesgartenschau neugestaltet. In diesem Zusammenhang sind, aus zwei ehemals brachliegenden Flächen, zwei neue attraktive Grünräume, inmitten der Innenstadt, entstanden: die Paradiesgärten Mühlbachtal (4,7 Hektar) und der Naturerlebnisraum Zschopauaue (6,1 Hektar). In diesen neuen Natur-Erlebnisräumen befinden sich zahlreiche moderne und ökologisch durchdachte Daueranlagen, die als Park, Sport- und Freizeitbereich oder später sogar als Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte unter dem Namen „ZeitWerkStadt“ (derzeitige Blumenhalle) das Leben in der Stadt – auch über die Gartenschau hinaus – nachhaltig positiv beeinflussen werden.

Investitionen in Höhe von 25,5 Millionen zur Vorbereitung der Gartenschau in Frankenberg/Sa.

Insgesamt wurden 25,5 Mio. Euro zur Vorbereitung des Großprojektes „8. Sächsische Landesgartenschau“ in Frankenberg/Sa. investiert. Vier Millionen davon hat die Stadt Frankenberg/Sa. allein gestemmt. Die übrigen 21,5 Mio. setzen sich aus Fördermitteln aus verschiedenen Programmen zusammen. Zu diesen gehören: Stadtumbau Ost, Städtebaulicher Denkmalschutz, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020, Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger (RL KStB); Förderrichtlinie Gewässer/Hochwasserschutz (RL GH 2007) und die Förderung durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) „Gartenschau – Einzelfallförderung auf Grundlage von den Beschlüssen der Staatsregierung Nr. 05/0730 und 06/0017 der § 23 und 44 der Sächsischen Haushaltsordnung“.

Von den insgesamt 25,5 Mio. Euro wurden 11,3 Mio. in den sogenannten „Kernbereich A“ investiert. Dieser umfasst den neu entstandenen Naturerlebnisraum Zschopauaue mit der Blumenhalle, der Hauptbühne und seinen vielfältigen Sport- und Freizeitanlagen sowie die neu entstandene Schrägseilbrücke über die B169. Investitionen in Höhe von 7,4 Mio. Euro sind in den „Kernbereich B“ mit der Neugestaltung der Paradiesgärten Mühlbachtal und der ökologischen Aufwertung des Mühlbachs geflossen. Für den Neubau und die Sanierung von Straßen, Brücken und Plätzen im Stadtgebiet (Kernbereich C) wurden weitere 6,8 Mio. Euro aufgewendet.

Vorbereitung der Gartenschau: 76 Prozent der Aufträge wurden an sächsische Unternehmen vergeben

Von dem großen Auftragsvolumen der Landesgartenschau profitieren nicht nur Frankenberger Unternehmen. Auch zahlreiche Unternehmen aus der Region und aus ganz Sachsen wurden mit Aufträgen für die Vorbereitung dieses Großprojektes bedacht. Insgesamt 76 % der Auftragsvergaben gingen an sächsische Unternehmen, weitere 14 % ins Nachbar-Bundesland Thüringen. Nur 7 % der Aufträge wurden an Berliner Firmen sowie 3 % an Unternehmen in anderen Bundesländern und EU-Staaten vergeben.

Durchführung der Gartenschau: 97 Prozent der Aufträge zugunsten sächsischer Unternehmen

Für die Durchführung der Landesgartenschau stehen 5,313 Mio. Euro zur Verfügung. Davon stellt der Freistaat Sachsen 0,5 Mio. Euro bereit. Die Stadt Frankenberg beteiligt sich mit 0,450 Mio. Euro. Während der Durchführung wurden 97 Prozent der Aufträge an sächsische Unternehmen vergeben. So wurde beispielsweise der Auftrag für das Catering auf dem gesamten Gartenschaugelände an die GSM Gastro-Service-Mittelsachsen GmbH aus Freiberg erteilt. Der Auftrag für Wachschutz ging an RS-Security aus Dresden und der Bühnenbau an die Firma Wonneberger aus Chemnitz.

Gartenschau fördert nachhaltig die Stadtentwicklung Frankenbergs und den Tourismus in der Region

Mit Hilfe der für die Gartenschau zur Verfügung gestellten Fördermittel wurde die regionale Wirtschaft angekurbelt. Zahlreiche neue Arbeitsplätze sind in Frankenberg entstanden, z. B. im Rahmen der neu gegründeten Landesgartenschau Frankenberg/Sa. gGmbH, die für die Vorbereitung und Durchführung der Landesgartenschau in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Frankenberg und dem Freistaat Sachsen verantwortlich ist. Aber auch die beauftragten Garten- und Landschaftsbauunternehmen profitieren von der Förderung und konnten neue Stellen schaffen. Darüber hinaus wurde durch die überregionale Bewerbung des Großereignisses auch der Tourismus der Stadt deutlich belebt. Die Landesgartenschau sorgt für deutlich mehr Bekanntheit, zieht Besucher in die Stadt und unterstützt dadurch die regionale Wirtschaft – v. a. in den Bereichen Handel, Gastronomie oder Tourismus.

Für den Einzelhandel und die Gastronomiebetriebe in unserer Stadt ist die Gartenschau ein wahrer Segen. Sie verzeichnen, v. a. an den Wochenenden, ein deutliches Umsatzplus.“, erklärt Thomas Firmenich, Bürgermeister.

Ein weiterer positiver Effekt ist, dass das Wohnumfeld für die Einwohner Frankenbergs durch die beiden neu gestalteten Areale im Mühlbachtal und in der Zschopauaue nachhaltig aufgewertet wurden. Die Grünanlagen, Spielplätze und attraktiven Sport- und Freizeitbereiche werden den Frankenberg nach der Gartenschau frei zur Verfügung stehen. Ebenso, wie das neue Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte „ZeitWerkStadt“, welches nach der Gartenschau aus der Blumenhalle entstehen soll und voraussichtlich im April 2020 eröffnen wird.
Einen weiteren nachhaltigen, städtebaulichen Mehrwert hat Frankenberg/Sa. mit der neuen 262 m langen und 2,50 m breiten Schrägseilbrücke über die B169 erhalten. Die Rad- und Gehwegbrücke verbindet auf elegante Weise den neu entstandenen Naturerlebnisraum Zschopauaue mit seinen vielfältigen Sport-, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten und das ebenfalls neu entstandene Teilstück des Zschopautal-Radweges mit der Anbindung der historischen Frankenberger Altstadt. Durch die neu geschaffene Verbindung wird die Innenstadt mehr belebt.

Ein weiterer positiver Effekt der neuen Brücke: Radfahrern und Fußgängern wird nun eine viel sicherere Überquerung der verkehrsreichen Bundesstraße B169 ermöglicht.

Positive Effekte der Landesgartenschau für Frankenberg

„Mit der Durchführung der Landesgartenschau in unserer Stadt verfolgen wir nicht nur kurzfristige kommerzielle Ziele in Form von möglichst hohen Besucherzahlen und viel Umsatz. Viel entscheidender sind für uns die langfristigen, städtebaulichen und regionalökonomischen Ziele.“, erklärt Bürgermeister Thomas Firmenich. Zu den wichtigsten positiven Effekten, die die Landesgartenschau für Frankenberg/Sa. bewirken soll, zählt er:

  • Städtebauliche Effekte: zahlreiche Häuser, Brücken und Plätze wurden saniert, neue Spielplätze sowie Sport- und Grünanlagen mit hohem Freizeitwert sind entstanden. Im Naturerlebnisraum Zschopauaue wurde die leerstehende, ehemalige LISEMA-Halle für die Gartenschau zur Blumenhalle umgestaltet. Nach der Gartenschau wird sie weiter ausgebaut und ihrer nachhaltigen Nutzung als Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte, mit Namen „ZeitWerkStadt“, zugeführt. Die Eröffnung wird voraussichtlich im April 2020 stattfinden.
  • Touristische Effekte: Die Landesgartenschau führt zu einem erhöhten Besucherverkehr. Am Sonntag, 16.06. wurde die 111.111. Besucherin auf der Gartenschau begrüßt. Die Besucherzahlen liegen damit voll im Plan. Ziel ist es bis zum 06. Oktober 340.000 Besucher begrüßt zu haben. Damit fördert die Landesgartenschau die Bekanntheit und das Image der touristischen Destination Frankenberg. Die durch die Besucher steigende kurz- und längerfristige Nachfrage nach Angeboten im Tages- und Übernachtungstourismus führte zum Ausbau und der Verbesserung der Angebotssituation, z. B. durch die Schaffung neuer gastronomischer Angebote, Beherbergungskapazitäten sowie Geh-, Wander- und Radwege.
  • Wirtschaftliche Effekte: Die touristischen Effekte sind gleichzeitig Teilmenge der wirtschaftlichen Effekte, also von Produktions- und Wertschöpfungseffekten und damit verbundenen Beschäftigungseffekten. Die Landesgartenschau in Frankenberg bündelt und terminiert die wirtschaftlichen Maßnahmen in der Stadt und der Region, so dass von einer erfolgreichen Durchführung, wirtschaftlich gesehen, fast alle Branchen profitieren können – sowohl in Bezug auf steigende Auftragsvolumina als auch auf die dadurch notwendigen höheren Beschäftigungszahlen.
  • Politisch-psychologische Effekte: Die mediale Vermarktung der Landesgartenschau und die davon abstrahlende steigende Bekanntheit und Publikumswirksamkeit der touristischen Destination Frankenberg wirkt sich positiv auf die Entwicklung eines modernen Stadt- und Standortmarketings aus. Die Landesgartenschau in Frankenberg ist damit ein wichtiges Instrument des modernen Erlebnismarketings, um das Profil und Image der Stadt nachhaltig attraktiv zu gestalten – sowohl für die Einwohner, also auch für Touristen.
  • Soziokulturelle Effekte: Die Landesgartenschau in Frankenberg leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der regionalen, kulturellen und sozialen Identität der Bürger und fördert deren Identifikation mit der Stadt. Bereits in der Vorbereitungsphase wurden die Frankenberger Bürger, die ortsansässigen Unternehmen und die vielen dazugehörigen Institutionen (Vereine, Kirche, Schulen, sozial-karitative Organisationen etc.) eng in die Planung eingebunden. So konnten beispielsweise Schüler des Martin-Luther-Gymnasiums ihre Ideen in die Planung des Physikalischen Spielplatzes für den Naturerlebnisraum Zschopauaue einfließen lassen.
  • Physisch-ökologische Effekte: Ehemalige Brach- und Konversionsflächen an der Zschopau und im Mühlbachtal wurden zu attraktiven Naturerlebnisräumen mit über 15 thematisch unterschiedlichen Gärten aufgewertet. Der Mühlbach wurde renaturiert. Die Landesgartenschau ist eine große Chance zur Entwicklung von Infrastruktur, die die kommenden Jahre der Stadt Frankenberg/Sa. prägen und nachhaltig einen positiven Effekt für die Kommune erwirken wird. Was auf den ersten Blick vielleicht manchem wie eine große Bühne für Landschaftsarchitekten und ein attraktives freizeittouristisches Angebot für Familien und Senioren wirkt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Impulsgeber für eine erfolgreiche, nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung.

 

 

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Landesgartenschau Frankenberg/Sa.

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