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08.08.2018 - Beeindruckende Stahlschwergewichte formen die ersten 50 Meter der schwungvollen „Schlange“

In der Nacht vom 7. auf den 8. August sind die nächsten beiden Brückenteile für die Fuß- und Radwegbrücke über die B 169 in Frankenberg/Sa. eingetroffen. Am Widerlager Ost (Dammplatz) legte im Laufe des Mittwochvormittags ein Großkran mit einer Tragkraft von 200 Tonnen die Stahlteile auf die bereits im Vorfeld montierten Stützen und Hilfsunterstützungen. Eines der beiden Brückenteile hat eine beeindruckende Länge von über 22 Metern – das entspricht der Höhe eines etwa siebengeschossigen Wohnhauses. Mit rund 25 Tonnen ist es überdies ein echtes Schwergewicht. Das andere gewichtige Stahlteil misst auch noch stolze 17 Meter. Nachdem der Mobilkran die tonnenschwere Last sicher abgelegt hat, werden die insgesamt rund 40 Meter exakt positioniert und anschließend mit den anderen Teilen verbunden.

Zuständig für Konstruktion, Fertigung sowie Lieferung und Montage der anspruchsvollen Stahlkonstruktion ist die Thüringer Einheit Hallen- und Stahlbau der Vollack Gruppe. Stephan Rau, Verantwortlicher der Firma Vollack, erklärt: „Bei der Montage von Stahlteilen solchen Ausmaßes sind eine ganze Menge Erfahrung und viel Fingerspitzengefühl gefragt. Auch dank der präzisen Vorarbeit werden wir die beiden Bauteile sicher in Position bringen.“

Trotz des enormen Temperaturanstiegs in den vergangenen Tagen gehen die Arbeiten am Bauwerk ohne Unterbrechung weiter. Am 15. August wird das erste Segment am Widerlager West (Zschopauinsel) und voraussichtlich am 28. August werden weitere zwei Brückenteile am Widerlager Ost eingehoben und montiert. Im September erfolgt die Montage von drei Brückenteilen auf der Zschopauinsel sowie von zwei Segmenten beginnend vom Dammplatz über die B 169. Die Montage der letzten beiden Brückenteile erfolgt Anfang Oktober. Nachdem alle Segmente verschweißt und beschichtet wurden wird die Brücke zwischen dem Fußweg an der B 169 bis über den Mühlgraben um 50 cm angehoben. Dies ist notwendig um den Pylon und die Tragseile zu montieren. Anschließend wird das Traggerüst wieder abgesenkt und demontiert. Die Fertigstellung des Bauwerkes ist Ende dieses Jahres geplant.

 

Architektonischer Glanzpunkt für Frankenberg

Das neue Bauwerk ist eine sogenannte Schrägseilbrücke, bei der die Geh- und Fahrbahn an einem 20 Meter hohen Pylon mit schräg gespannten Seilen aufgehängt ist. 262 Meter lang und 2,50 Meter breit wiegt die Brücke insgesamt 320 Tonnen.

 

„Die Rad- und Gehwegbrücke verbindet den neu entstehenden Landschaftspark an der Zschopauaue mit seinen Sport,- Spiel- und Freizeitmöglichkeiten und den neu entstandenen Zschopautal-Radweg mit der historischen Altstadt von Frankenberg/Sa. und bildet somit die zentrale Verbindung der beiden Teile der Stadt. Das Bauwerk ist in der architektonischen Gestaltung eine gut sichtbare, jedoch auch harmonisch verlaufende, Attraktivität und zeigt sich in seiner sehr modernen Form in angenehmem Kontrast zur bestehenden Bebauung“ sagt Ralf-Peter Regner, Beigeordneter der Stadt Frankenberg/Sa.

Der besonderen Linienführung verdankt die Brücke ihren Namen „Die Schlange“. Nach Angaben des Büros SAUERZAPFE ARCHITEKTEN erfolgt die Gründung als Pfahlgründung auf Bohrpfählen. Die Widerlager werden in Stahlbeton errichtet. Das Brückendeck besteht aus einem 40 cm hohen dreiteiligen Hohlkasten aus Stahlblech. Die Pfeiler sind als Pendelstützen ausgelegt und werden aus geschweißten Blechen erstellt. Der Pylon wird als Schweißhohlkasten entstehen. Die Brücke ist wartungsarm als integrale Brücke ohne Lager konzipiert. Die Brücke besteht aus einer gekrümmten Seilbrücke mit einem zentralen Pylon an der Hauptstützweite über die B 169 und den Zschopau-Seitenarm. Östlich und westlich sind Vorlandbrücken als Durchlaufträger angeordnet. Die Hauptstützweite beträgt ca. 80 Meter, die Vorlandbrücke besitzt im östlichen Teil 5 Felder und im Westen 3 Felder mit Einzelstützweiten von 17,50 bis 22,50 Metern. Im Bereich der Seilbrücke wird aus Schwingungsgründen Beton als Ballast in der kurveninneren Kammer des Hohlkastens eingebracht.

 

Der Pylon bildet an der B 169 ein weithin sichtbares städtebauliches Zeichen, das abends effektvoll beleuchtet wird. Die Beleuchtung der Gehbahn erfolgt integriert im Handlauf des Geländers. Mit der durchgehenden energiesparenden LED Beleuchtung lässt sich eine blendfreie Ausleuchtung des Gehbereiches herstellen. Vom Scheitelpunkt der Brücke im Bereich des Pylons ergeben sich großartige Ausblicke auf die Zschopauaue und den Stadtkern. Das Steigungsverhältnis der Brücke mit einer maximalen Steigung von 5 Prozent ermöglicht eine Nutzung durch Radfahrer sowie eine barrierefreie Wegeführung von der Stadt in die Natur. Für eilige Fußgänger ist als „Shortcut“ zusätzlich eine Treppenanlage neben der B169 vorhanden.

 

 

Partner mit fundierter Erfahrung und Know-how

Bei Planung, Lieferung und Montage der neuen Brücke vertraut die Stadt Frankenberg/Sa. auf einen erfahrenen Partner im Stahlbau. Vollack hat bereits eine Reihe von komplexen Brücken und Höhenbauwerken realisiert. Zu den imposanten Stahlkonstruktionen gehört beispielsweise der Wolkenhain in Berlin. Der rund 20 Meter hohe Aussichtspfad entstand anlässlich der Internationalen Gartenausstellung IGA 2017. Einer Wolke gleich schwebt die spektakuläre Konstruktion aus 170 Stahlknoten und einer weißen, durchscheinenden Membran auf filigranen Stahlstützen. Die Membranfassade leuchtet nachts von innen heraus. Darüber hinaus ziehen von Vollack geplante und montierte Baumkronenpfade in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg Jahr für Jahr Tausende von Besuchern in die jeweilige Region. Für den Erd- und Rohbau der Frankenberger Brücke arbeiten die Stahlbauexperten aus dem thüringischen Mihla mit dem Bauunternehmen Hundhausen zusammen.

Infobox:

Brückenlänge:

262 m

Brückenfläche:

700 m²

Brückenbreite (zwischen den Geländern):

2,50 m

Geländerhöhe:

1,30 m

max. Höhe des Brückendecks:

6,35 m (über Gelände)

max. Steigung:

5 %

Höhe des Pylons:

20 m

Hauptstützweite Seilbrücke:

80 m

Größte Stützweite Vorlandbrücke:

25 m

Größtes Überbau-Bauteil (der 13 Teile):

22,5 x 4,5 (m); ca. 25 t

Radien der Gradiente:

29 bis 45 m

Bohrpfähle (gesamt):

350 m

Stahlmenge:

320 t

Länge des Haupttragseils:

2 x 38 m

Länge der Tragseile:

180 m

 

Pressestelle
Stadt Frankenberg/Sa.

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