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21.06.2018 - Entscheidung Gedenkstätte KZ Sachsenburg

Auf dem Gelände der ehemaligen Zwirnerei in Sachsenburg soll die Gedenkstätte „Frühes KZ-Sachsenburg“ errichtet werden. Der Stadtrat stimmte am 20. Juni 2018 dem Beschlussvorschlag der Verwaltung einstimmig zu. Die Trägerschaft der Gedenkstätte übernimmt die Stadt Frankenberg/Sa.

Die Arbeitsgrundlage für den Aufbau der Gedenkstätte ist das „Konzept für die zukünftige Gedenkstätte frühes Konzentrationslager Sachsenburg“ von Anna Schüller vom Oktober 2017. In diesem sind unterschiedliche Varianten zur Mahnung und Erinnerung aufgezeigt, über die der Stadtrat zu entscheiden hatte. Die zentrale Ausstellung der Gedenkstätte wird im ehemaligen Zellengebäude errichtet. Insgesamt stehen hier 187 Quadratmeter mit 10 Räumen im ersten Obergeschoss zur Verfügung. Zudem kann der Dachboden mit einbezogen werden, der 145 Quadratmeter umfasst. Im Außenraum soll ein „Pfad der Erinnerung“ etabliert werden. Hierbei handelt es sich um Hinweistafeln, welche an verschiedenen Orten auf dem Gelände und in der Stadt aufgestellt werden. Bereits im Januar 2018 hat die Stiftung Sächsische Gedenkstätten eine Projektförderung in Höhe von bis zu 85.000 Euro bestätigt. Auch zum Erhalt der Fabrikantenvilla wurde ein Kompromiss gefunden. Die baufällige Villa soll bis auf die Grundmauern erhalten bleiben. Somit kann das historische Ensemble erhalten werden.

Nach der Befürwortung des Stiftungsrates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten im Mai 2018, bekennt sich mit der Entscheidung nun auch der Stadtrat der Stadt Frankenberg/Sa. zur Errichtung einer Gedenkstätte zur Geschichte des ehemaligen frühen Konzentrationslagers in Sachsenburg. Er setzt damit ein Zeichen der Mahnung und Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten, an Unterdrückung, Unmenschlichkeit und Folter.

Sachsenburg hebt sich von den authentischen Orten der Geschichte des Nationalsozialismus ab, weil sich in den Jahren von 1933 bis 1937 in der ehemaligen Zwirnerei und teilweise auch auf dem Schloss Sachsenburg das bedeutendste frühe KZ in Sachsen befand, das man auch als einen Vorläufer von Buchenwald bezeichnen kann. Dort wurden nicht nur politisch Andersdenkende, Juden, Zeugen Jehovas, katholische und evangelische Geistliche, „Kriminelle“ und sogenannte „Asoziale“ in „Schutzhaft“ genommen, sondern auch Wachmannschaften militärisch ausgebildet sowie SS-Kommandanten ausgewählt und auf ihre „Karrieren“ zum Beispiel in Buchenwald vorbereitet.

Die Stadt will mit der Errichtung der Gedenkstätte ein würdiges Denkmal zu Ehren der Opfer der nationalsozialistischen Diktatur schaffen, die Erinnerung wach halten und durch politische Bildung dafür Sorge tragen, dass sich derartiges niemals wiederholt.

Nach der Bestätigung des vorliegenden Konzeptes durch den Stiftungsrat der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und dem positiven Votum des Stadtrates werden seitens der Stadt nun Fördermittelanträge erarbeitet, um die Finanzierung des Gesamtprojektes abzusichern.

 

Pressestelle
Stadt Frankenberg/Sa.

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