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27.01.2021 - Kranzniederlegung am Mahnmal in Sachsenburg

Anlässlich des jährlichen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus legten heute, am 27.01.2021, Ministerpräsident Michael Kretschmer gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Firmenich und Iris Firmenich am Mahnmal in Sachsenburg Kränze nieder, um der Opfer des NS-Regimes zu gedenken.

Ministerpräsident Michael Kretschmer machte deutlich, dass Antisemitismus keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen ist, genauso wie Rassismus. Diese Verbrechen und das unermessliche Leid der Opfer bleiben unvergessen. Sie sind uns eindringliche Mahnung, an jedem Tag und in jedem Augenblick Hass, Rassismus und Antisemitismus entgegenzutreten, Haltung zu zeigen und unsere demokratischen Werte zu verteidigen.

In Sachsenburg wurde Anfang 1933 von den Nationalsozialisten in den Werksanlagen der vormaligen Spinnerei ein „Schutzhaftort“ errichtet, der bis 1937 als Konzentrationslager ausgebaut und betrieben wurde. Hier befand sich das bedeutendste und am längsten betriebene frühe KZ in Sachsen.

Die im Aufbau befindliche Gedenkstätte, welche umfassend ausgebaut wird stellt dabei die Häftlinge, ihr Leiden und Sterben sowie ihre Erfahrungen des Überlebens im NS-Terror in den Mittelpunkt. Ziel ist es diesen einzigartigen historischen Komplex zu erhalten und die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, die in dem Lager inhaftiert wurden, aufrechtzuerhalten. Mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten führt die Stadtverwaltung Frankenberg/Sa. umfangreiche Maßnahmen durch, um einen gut fundierten und resultativen Antrag auf Bundesfinanzierung für dieses Projekt vorzubereiten. Zur Frage zum Umgang und zur Umgestaltung der „Kommandantenvilla“ wurde im vergangenen Jahr ein internationaler architektonischer Ideenwettbewerb ausgelobt. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind am Anfang dieses Jahres zu erwarten. Es ist geplant, alle zur Wertung eingereichten Projektarbeiten im Rahmen des Wettbewerbes im neu errichteten Kommunikations- und Dokumentationszentrum öffentlich auszustellen. Weiterhin sind in diesem Jahr vorplanerische Maßnahmen und restauratorische Untersuchungen auf dem Gebiet der künftigen Gedenkstätte geplant. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sollen Teil des Förderantrags auf Bundesgedenkstättenförderung werden, der im August dieses Jahres an die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien gestellt werden soll. Während des Aufbaus der Gedenkstätte ist im Obergeschoss der Fischerschänke ein Kommunikations- und Dokumentationszentrum als Interimsgedenkstätte und zentraler Informationspunkt über den Fortschritt des Projekts eingerichtet. Die Eröffnung des Zentrums erfolgt, sobald die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen dies zulassen.

 

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