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27.06.2019 - Pfad der Erinnerung eingeweiht

Am 25. Juni 2019 eröffnete Bürgermeister Thomas Firmenich den „Pfad der Erinnerung“ in Sachsenburg. Das Projekt „Pfad der Erinnerung“ – ein Pfad auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenburg – erinnert und verweist an ausgewählten Standorten mittels Stelen mit Text- und Bildmaterial sowie Zitaten von Zeitzeugen an die Geschichte der Menschen, des Areals  und der Gebäude zwischen 1933 und 1937.

Bürgermeister Thomas Firmenich: „Der Sächsische Landtag hat am 16.12.2012 mit der Aufnahme des Konzentrationslagers Sachsenburg in das Sächsische Gedenkstättenstiftungsgesetz das Startsignal gegeben. Auf Grundlage dieser Entscheidung will die Stadt Frankenberg/Sa. als deutliches Zeichen der Mahnung und Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten, an Unterdrückung, Unmenschlichkeit und Folter hier die Gedenkstätte zur Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenburg errichten. Sachsenburg war nicht nur das bedeutendste und am längsten frühe betriebene KZ in Sachsen, es wurden hier nicht nur politisch Andersdenkende, Juden, Geistliche, Kriminelle und andere in Schutzhaft genommen sondern auch Wachmannschaften militärisch ausgebildet sowie SS Kommandanten ausgewählt und auf ihre späteren Karrieren vorbereitet. Der erste Teil des Pfades der Erinnerung, den wir heute feierlich einweihen dürfen, ist Teil der Außenraumausstellung der künftigen Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg.“ 

Der erste Teil des Pfades entstand unter Beteiligung der Geschichtswerkstatt Sachsenburg, maßgeblich durch die Autoren Anna Schüller und Volker Strähle sowie der Lagerarbeitsgemeinschaft KZ Sachsenburg. Die Ausstellungsgestaltung des Pfades übernahm das Büro fagus aus Markleeberg, Frau Dr. Seelemann sowie die Ausstellungsgrafik der Grafiker Detlef Lieffertz. Die Fortsetzung des Projektes mit weiteren 10 Standorten auf dem Gelände sowie im Stadtgebiet ist noch für 2019 geplant. Des Weiteren wird die Stadt Frankenberg/Sa. in den nächsten Monaten die Planungen für die Errichtung der Gedenkstätte intensiv weiter bearbeiten.

Pfarrer Jörg Hänel erinnerte in seiner Rede daran, dass an diesem Ort neben den zahlreichen Kommunisten, Sozialisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaftern eben auch 21 Pfarrer der bekennenden Kirche 1935 inhaftiert wurden. Er betonte, wie wichtig es sei jeder Gefahr der Wiederholung entgegen zu wirken. Abschließend zitierte er die Worte des evangelischen Pfarrers Martin Niemöller, die er rückblickend auf seine Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus formulierte: „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte."

Möge die Gedenkstätte frühes KZ Sachsenburg dazu beitragen, dass sich das nicht wiederholt, so Pfarrer Jörg Hänel.

Die Außenraumausstellung „Pfad der Erinnerung – Konzentrationslager Sachsenburg“ ist ein Projekt der Stadt Frankenberg/Sa. und wurde finanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

 

Pressestelle
Stadt Frankenberg/Sa.