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Informationen aus dem Rathaus
19.07.2021 - Frankenberg bekommt Titel „Garnisonsstadt“ verliehen

Seit 30 Jahren ist die Bundeswehr in Frankenberg/Sa. vor Ort und der größte Arbeitgeber. Aufgrund der Bekanntheit der Wettiner Kaserne und der Bedeutung der Bundeswehr für die Stadt wurde ihr heute mit einem festlichen Akt die Bezeichnung „Garnisonsstadt“ verliehen. Die Urkunde überreichte Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller. An dem Festakt im Veranstaltungs- und Kulturforum im Stadtpark nahmen u. a. die Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer und Ministerpräsident Michael Kretschmer teil.

In ihrer Rede betonte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer das enge Verhältnis zwischen Stadt und Truppe: »Durch die Annahme des Beinamens kommen Respekt und Anerkennung zum Ausdruck. Sie sind eine wichtige Grundlage der militärischen Leistungsbereitschaft, die die Frauen und Männer hier seit Jahrzehnten auszeichnet. Und sie sind ein Grund dafür, dass sich die Soldatinnen und Soldaten unserer Bundeswehr mit ihrer sächsischen Heimat und der Bundesrepublik Deutschland identifizieren.«

Michael Kretschmer, Ministerpräsident: »Die Bundeswehr ist fest in Sachsen verwurzelt. Seit mehr als 30 Jahren ist Frankenberg die Heimatstadt der Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen". In dieser Zeit ist eine wunderbare und intensive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bundeswehr entstanden. Die besondere Verbundenheit der Stadt und ihrer Bürgerinnenund Bürger zur Bundeswehr findet nun auch im Stadtnamen ihre Würdigung. Ich freue mich sehr, dass Frankenberg nun als erste Kommune in Sachsen die Bezeichnung Garnisonsstadt trägt.«

Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister des Innern: »900 stationierte Soldaten – das ist nicht nur eine beachtliche Größe, sondern Grund für die vielen Uniformen im Stadtbild. Die militärische Tradition wird in Frankenberg wie in keinem anderen sächsischen Ort gelebt. Sachsen ist stolz auf seine Garnisonsstadt, auch wenn die Tradition Brüche aufweist.«

Thomas Firmenich, Bürgermeister: »Die Verleihung der sonstigen Bezeichnung "Garnisonsstadt" ist ein sichtbares und klares Bekenntnis zum Auftrag der Bundeswehr und Ausdruck der langjährigen Verbundenheit. Mit der Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen" und den Angehörigen ihres Stabes verbindet uns eine fruchtbare Patenschaft. Vielfältige gemeinsame gesellschaftliche Veranstaltungen, wie beispielsweise das Adventskonzert des Luftwaffenmusikkorps, öffentliche Appelle, Organisation eines internationalen Jugendcamps und Tage der offenen Tür in der Wettiner Kaserne belegen die enge Zusammenarbeit. Bedeutend ist auch die Unterstützung der Stadt durch die Soldaten der Bundeswehr in Notlagen wie beispielsweise beim Hochwasser, bei der Unterbringung von Flüchtlingen aber auch in der Corona-Pandemie leistete die Bundeswehr Amtshilfe.«

Über die Wettiner Kaserne und die Panzergrenadierbrigade 37

In der Wettiner Kaserne verrichten 900 Soldaten und 150 zivile Mitarbeiter ihren Dienst. Am Standort ist ein Teil der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ stationiert – u. a. die Brigadeeinheiten Stabs-/Unterstützungskompanie und die Fernmeldekompanie, eine Ausbildungskompanie der in Marienberg stationierten Panzergrenadiere, das Sanitätsversorgungszentrum und die evangelischen und katholischen Militärpfarrämter sowie die Sportfördergruppe.
Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wird die Kaserne in Frankenberg/Sa. von der Bundeswehr genutzt – 1992 erhielt sie ihren heutigen Namen. Als einsatz- und kampferfahrener Großverband des Heeres nehmen die aus Frankenberg stationierten Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teil. Ziel dieser Einsätze – wie in Mali und Litauen – ist die Konfliktverhütung, Konfliktvermeidung und Krisenbewältigung im Rahmen der NATO und der Europäischen Union. Acht Bataillone gehören zu der Brigade, der rund 5.500 Soldaten dienen. Sie überwacht und steuert deren Ausbildung mit Blick auf das gesamte Einsatzspektrum der Bundeswehr. Der Stationierungsraum umfasst auf sieben Orten die Bundesländer Sachsen, Thüringen sowie Baden-Württemberg. Der Stab der Brigade ist in Frankenberg/Sa. stationiert.

Geschichtlicher Hintergrund zur Kaserne

Seit Anfang bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurden zeitweise Soldaten in Frankenberg/Sa. untergebracht. Jedoch nicht in einer Kaserne, sondern, der damaligen Zeit entsprechend, wurden Soldaten und Offiziere mit ihren Familien bei den Bewohnern der Stadt einquartiert. Erst 1913 wurde den wiederholten Eingaben der Stadt Frankenberg für die dauerhafte Unterbringung von militärischen Einheiten in einer Kaserne zugestimmt. Die erste Phase als Garnisonsstadt dauerte – durch die Umstände der Weimarer Republik und den Folgen des Versailler Vertrags – bis 1922. Anschließend übernahm die Stadt die Kasernengebäude. Erst durch die deutsche Wiederaufrüstung im Nationalsozialsozialismus wurden die Kasernengebäude 1934 wieder auf den Staat zurückübertragen. Im gleichen Jahr wurden Einheiten der Wehrmacht (damals noch „Reichswehr“) in der Kaserne stationiert. Die Nutzung der Garnison durch Wehrmachtstruppen dauerte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mit der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 an. Ab 1952 wurde die Kasernierte Volkspolizei in dieser Liegenschaft stationiert. Nach deren Umbenennung in Nationale Volksarmee (NVA) nutze diese die Kaserne ab 1956 bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.

 

Foto: Presse
Bundesministerium der Verteidigung

 

Sächsischen Staatsministerium des Innern/
Pressestelle der Stadt Frankenberg/Sa.