Vereinsbroschüre
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Vereine

Das Frankenberger Vereinsleben ist reich an Angeboten und wird vom bürgerschaftlichem Engagement getragen.

05.09.2018 - Bergbauverein feiert doppeltes Jubiläum

175 Jahre erste Turbine unter Tage im Freiberger Bergbau / 40 Jahre „Alte Hoffnung Erbstolln“ e.V.

Im September wird der Bergbauverein „Alte Hoffnung Erbstolln e.V.“ Schönborn-Dreiwerden seinen 40. Geburtstag begehen. Als besonderes Ereignis ist in diesem Jahr auch der 175. Jahrestag der Inbetriebnahme der ersten Turbine unter Tage im Freiberger Bergbau in Schönborn. Für beide Jubiläen wird der Verein eine Festveranstaltung durchführen. Aber auch die Öffentlichkeit ist am 09. November zur Enthüllung einer Gedenktafel unter Tage eingeladen.

Als „Arbeitsgruppe Historischer Erzbergbau“ erhielten die Mitglieder in der damaligen DDR erstmals das Recht das Bergwerk zu Forschungszwecke zu nutzen. Seit 1990 betreibt der gemeinnützige Verein das Besucherbergwerk, mit der deutschlandweit einmaligen Kahneinfahrt ins Bergwerk in die wassertechnische Anlage des 19. Jahrhundert.

 

Hier drehte sich ab 1843 die erste unter Tage im Freiberger Bergbau eingebaute Turbine zum Antrieb von Pumpen im Schacht. Bis zu 300 Bergleute gleichzeitig arbeiteten in guten Zeiten in der Grube. Die Inbetriebnahme der Turbine war ein bedeutendes regionales Ereignis während der  technischen Revolution des 19. Jahrhunderts. Sie geht zurück auf den Erfinder der ersten zentrifugalen Turbine der Welt, den französischen Ingenieur Benoit Fourneyron. Er hat den Beinamen „Vater der Turbine“.

Der heutige gemeinnützige Verein hat sich den Nachbau der Turbine auf die Fahnen geschrieben. Originalgetreu nachgebaut funktionieren bereits die Kunstwinkel mit Pumpsatz zur Demonstration der Wasserhebung im Schacht für Besucher. Bisher haben mehr als 90 000 Gäste das Bergwerk besucht.

Frankenberg verbindet mit dem Schönborner Bergbau eine Beteiligung der Stadt mit Anteilen im Freiberger Bergbegnadigungsfond. Der Vorteil für die Einzahlungen der Stadt waren Steuererleichterungen gegenüber dem Land. Aufgrund dessen hatte Frankenberg auch einen Status, wo sie sich „Bergstadt Frankenberg“ nennen durfte. Ab 1831 bei der Wiederbelebung des Schönborner Bergbaues schlossen sich Bürger und Gemeinden zu einer Gewerkschaft (im unternehmerischen Sinne) zusammen. Damals sprach man vom „Frankenberger Communbergbau“. Der verstorbene Frankenberger Heimatforscher Günther Großer hatte zur Geschichte des Bergwerkes aus Frankenberger Sicht viel historisches Material gesammelt. Eine Quelle war auch das „Frankenberger Tageblatt“, welches in den 1870er Jahren über die Wahrnehmungen der Bergleute unter Tage während eines schweren Erdbebens im mittelsächsischen Raum berichtete.

Im „Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V.“ nimmt der Verein aktiv an Veranstaltungen, wie Bergparaden teil. Das Vereins- und Vorstandsmitglied Günther Schmidt aus dem Ortsteil Dittersbach wurde für seine langjährige Arbeit zur Pflege und Erhaltung bergmännischer Sachzeugen mit dem Ehrentitel „Bergmeister des Sächsischen Landesverbandes“ ausgezeichnet.

Der Verein sucht Interessenten, welche gern  zur Mitarbeit willkommen sind. Spender und Sponsoren sind natürlich auch gesucht, die Arbeit zu unterstützen.

Kontakt: www.schaubergwerk.de
Mail: ahe@schaubergwerk.de

 

Gerold Riedl