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Tagebuch
25.09.2020 - Kuck mal wer da spricht!

„Was Babys brauchen, ist Zuwendung, Vertrauen und Liebe. Die BABYZEICHENSPRACHE ist ein Aspekt unter vielen, um das Baby ganzheitlich zu begleiten: Kommunikation, der Austausch eigener Gedanken mit der Umwelt, ist schon sehr früh ein grundlegendes menschliches Bedürfnis.

Wenn Kommunikation von klein auf als gelingende Verständigung und respektvoller Dialog erlebt wird, erhält das Baby durch diese positiven Erfahrungen eine tragfähige Grundlage für sein gesamtes späteres Leben. BABYZEICHEN ebnen den Weg zu Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Selbstständigkeit.“

Schon dieser kleine Ausschnitt aus dem Flyer zur „Zwergensprache“ hat uns als Team der Krippe sofort angesprochen. Eine Erzieherin berichtete dazu, dass zwei Familien ihrer Gruppe an einem Kurs teilgenommen und sie zu Hause erlebt haben, dass die Kinder sich mit diesen Zeichen auch ausdrücken können.

Schnell war die Entscheidung getroffen, dass wir als Team diesen Kurs belegen und Babyzeichen im Krippenalltag integrieren wollen.

In den Morgenkreisen haben wir auch vorher schon Reime und Lieder mit Gebärden begleitet und erlebt, dass unsere Kinder diese gerne mitmachen. So können auch die Kinder aktiv dabei sein, die noch nicht sprechen können. Jetzt, nach dem gemeinsamen Kurs, erweitern wir die begleitenden Gebärden auch auf andere Alltagssituationen. Zum Beispiel in Spielsituationen oder bei den Mahlzeiten können wir Gebärden einsetzen, die die Kinder dann spielerisch erlernen, um sich damit auszudrücken.

„Kinder können Worte eher verstehen, als dass sie diese auch aussprechen können. In dieser Übergangszeit können die Gebärden helfen, die Kommunikation zwischen Kindern und Erwachsenen zu erleichtern.“, sagte Heidi Oestreich, Erzieherin in einer der Krippengruppen. Meint zum Beispiel das Kind mit der Silbe „ba“ den Papa, der eben gegangen ist oder den Ball, mit dem es gerne spielen möchte? „Wenn das Kind zur Silbe die entsprechende Gebärde macht, verstehen wir schnell, was das Kind meint.“, sagte sie.

Sind Sie neugierig geworden? Gern berichten wir Ihnen in unserer Einrichtung mehr davon.

 

Martina Groth (Diplom Sozialpädagogin)
Christliche Kindertagesstätte Pusteblume