Leiter Projektgruppe Asyl

Stadtverwaltung Frankenberg/Sa.
Herr Regner
Markt 15
09669 Frankenberg/Sa.

Tel.: + 49 37206 64 - 1102
Fax: + 49 37206 64 - 1109
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Informationen Asyl
23.03.2016 - Integrationsprojekte suchen Unterstützer

Integrationsprojekte suchen Unterstützer: Helfer für Deutschkurse und Familienpatenschaften gesucht

Waren Ende des vergangenen Jahres die Flüchtlingsströme stets Themen in den Medien und im Alltag, so herrscht derzeit vergleichsweise Stille.

Ist die Situation deshalb bereits entspannt, sind die Probleme gelöst?

Keineswegs – der stetigen Arbeit der staatlichen, kommunalen und ehrenamtlichen Fachkräfte ist es zu verdanken, dass in stabilen Strukturen und gegenseitiger Abstimmung die Aufgaben bewältigt werden können.

In ihrer Sitzung am 17. März 2016 gaben die Mitglieder der Projektgruppe ASYL der Stadt Frankenberg/Sa. einen Überblick zur aktuellen Situation der Flüchtlinge in der Stadt. Rund 140 Asylsuchende leben derzeit in Frankenberg/Sa., verteilt auf die Gutenbergstraße 50, die Meltzerstraße 11 und die Erstaufnahmeeinrichtung in der Wettin-Kaserne. Die insgesamt entspannte Situation ermöglicht es den Partnern sich stärker auf Integrationsmaßnahmen zu konzentrieren. Welche Angebote sind geeignet, die Asylsuchenden auf ein Leben in Europa, in Deutschland, vorzubereiten und sie in den Alltag zu integrieren?

Allem voran hat das Erlernen der Landessprache Vorrang. Seit November 2015 werden Deutschkurse in der Erstaufnahmeeinrichtung der Wettin-Kaserne angeboten. Durch die geringe Belegungsstärke kann dort mit eher kleinen Gruppen, im Gegensatz zu den seit Januar 2016 im Ratskeller stattfundenden Sprachkursen, gearbeitet werden. Hier fehlen Helfer!

Zu folgenden Zeiten sind Kurse im Ratskeller zu betreuen:

Montag von 15.30 bis 16.30 Uhr,

Mittwoch von 11.00 bis 12.00 Uhr und

Mittwoch von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Interessierte werden gebeten, sich mit Frau Scheuerl – Tel.-Nr.: 0371 / 450 409 0; Mail: a.scheuerl@delphin-scheuerl.de, in Verbindung zu setzen oder gleich zu den Kursen zu kommen um dort ihre Mitarbeit abzustimmen.

Unter den Ankommenden sind Jugendliche ohne Eltern oder familiäre Begleitung. In der Jugendhilfeeinrichtung Einsteinstraße 39 und 41 wohnen derzeit acht 16jährige Afghanen. Betreut von Mitarbeitern des Delphin e.V. leben sie sich in Frankenberg ein. Zum normalen Alltag von Jugendlichen dieser Altersgruppe in Deutschland gehören der Schulbesuch bzw. eine Ausbildung. Diese Angebote erhalten auch diese jungen  Asylsuchenden. Die jungen Afghanen besuchen eine Berufsschule in Mittweida, einige wurden bereits in Praktika mit einfachen Tätigkeiten vermittelt. Wenn in den Firmen bei der Arbeit deutsch gesprochen wird, kann das Erlernte angewendet und rascher im hiesigen Arbeitsalltag bewältigt werden. Dieser Weg kann ein erster Schritt zur Gewinnung zukünftiger Fachkräfte sein. Sofern  Firmen aus Frankenberg/Sa. und Umgebung bereit wären einen Praktikanten zu beschäftigen können sie sich an Herrn Regner, Tel. 037 206 64 176 wenden.

Zum Einleben in Deutschland gehört es auch, ganz alltägliche Situationen, zum Beispiel Arztbesuche, Behördengänge selbst zu meistern. Vieles ist für die Ankommenden fremd, Erklärungen von vertrauten Personen können helfen, sich im hiesigen Alltag zurecht zu finden.  Hier werden Familienpaten gesucht, an die sich die Flüchtlingsfamilien vertrauensvoll wenden können und von denen sie Hilfe, Erklärungen und praktischen Beistand bekommen. Paten, die hier unterstützen können, wenden sich bitte an Herrn Regner, Tel. 037 206 64 176.

Pressestelle Frankenberg, 22.03.2016