Leiter Projektgruppe Asyl

Stadtverwaltung Frankenberg/Sa.
Herr Regner
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Informationen Asyl
12.11.2015 - Erstaufnahmeeinrichtung Wettiner Kaserne

Liebe Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Damen und Herren,

in den Monaten August und September wurde ein Teil der Wettiner Kaserne abgegrenzt und als Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Flüchtlinge vorbereitet. Vom verantwortlichen Betreiber, der Landesdirektion Chemnitz, wurde das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit der Betreuung beauftragt. Ich stehe in engem Kontakt mit dem Verantwortlichen des DRK, Herrn Illig, und erhielt in unserer Beratung am 10. November 2015 folgende konkrete Informationen.

Am Freitag, 30.10.2015, sind Asylsuchende in 2 Bussen, am Samstag, 31.10.2015, in 4 Bussen nach Frankenberg/Sa. gebracht worden. Damit erreichte die Erstaufnahmeeinrichtung die maximale Belegungsstärke von 300 Personen.

Die meisten Asylsuchenden stammten aus Afghanistan (140 Personen), 60 Personen aus Syrien, die übrigen aus anderen Nationen. Unter den Flüchtlingen waren ca. 90 Kinder im Alter von 4 Wochen (in Griechenland auf der Flucht geboren) bis 18 Jahren. Zwischenzeitlich ist ein Teil der Asylsuchenden zu den Familienangehörigen in Westdeutschland weitergereist. Die freien Kapazitäten wurden mit 100 Personen, zuletzt am 09.11.2015, neu belegt. Im Durchschnitt sind 100-130 Personen anwesend.

Die Asylsuchenden erreichen die EAE körperlich sehr angestrengt, sie sind erschöpft, aber grundsätzlich freundlich. Keiner reagiert psychisch gestört, ihr Gesundheitszustand ist als stabil zu bezeichnen, es überwiegen jahreszeitbedingte Krankheiten (grippale Infekte). Ihre ärztliche Betreuung ist durch Frankenberger Ärzte gewährleistet. Die Asylsuchenden werden durch das DRK hier in Frankenberg/Sa. registriert. Daher kann das DRK angeben, ob sie regelmäßig an der Essensversorgung teilnehmen bzw. die EAE betreten oder verlassen. Die Dauer des Aufenthalts in der EAE wurde bundesweit von 3 auf 6 Monate verlängert, das DRK macht in Sachsen die Erfahrung, dass die Flüchtlinge durchschnittlich 2 Monate in der EAE verbleiben. In dieser Zeit besuchen die Kinder keine Kita und keine Schule.

Das DRK ist mit der Betreuung der EAE beauftragt und beschäftigt 18 Personen hauptamtlich. Weiterhin sind ein Wachschutz sowie 4 Bundeswehrsoldaten tagsüber und 3 Soldaten nachts im Einsatz. Insgesamt funktioniert die Erstaufnahmeeinrichtung problemlos. Das DRK hat einen engen Draht zur Polizei. Bisher gab es keine Vorkommnisse.

In diese enge Kooperation mit dem DRK ist auch der Arbeitskreis Asyl einbezogen. Er dient als Plattform für den Kontakt mit den Verantwortlichen von DRK und Kaserne, aber auch zur Bündelung und Koordination der Unterstützungsangebote von Vereinen, Kirchen, engagierten Bürgerinnen und Bürgern. 

Dringend benötigt werden:

- Kinderwagen
- Koffer/Taschen
- Hygieneartikel
- Malbücher, Stifte, Zeichenutensilien
- Winterschuhe/-stiefel, -kleidung für Männer (Achtung: eher kleinere Größen)

Freizeitangebote sind wenig verfügbar;
Tischtennisplatten, Schläger, Federballspiele mit Federbällen, Bälle mit Ballpumpen und ähnliches werden gesucht.

Wenn Sie unterstützen können wenden Sie sich bitte an unsere Asylhotline 0152 - 36 77 09 33.

 

Thomas Firmenich
Bürgermeister