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Rückblick
26.01.2017 - Rede zum Neujahrsempfang

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder,

herzlich willkommen zum Neujahrsempfang der Stadt Frankenberg. Ich freue mich, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind. Der Empfang zum Anfang eines Jahres hat inzwischen Tradition. Heute findet der 15. Neujahrsempfang statt. Wir begehen somit ein kleines Jubiläum.

Das gilt auch für mich. Die Bürgerinnen und Bürger haben mich im August des vergangenen Jahres zum dritten Male zum Bürgermeister unserer schönen Stadt bestimmt und mir mit fast 70% das Vertrauen ausgesprochen. Den Auftrag, die Geschicke der Stadt weiter zu lenken und die erfolgreiche Politik der vergangenen Jahre  fortzusetzen, habe ich gerne angenommen. Ich danke meinen Wählern für ihre Wertschätzung und werde Wort halten! Dank sage ich auch allen – und dies waren sehr, sehr viele Bürger -, die mich im Wahlkampf unterstützt haben, allen voran den Mitgliedern und Unterstützern meiner politischen Heimat, dem CDU-Stadtverband Frankenberg.

Als ich vor über 40 Jahren in Bonn mein Abitur ablegt und mich anschließend bei der Bundeswehr verpflichtet habe, lebten wir damals leider noch im geteilten Deutschland. Im Traum habe ich nicht daran gedacht, dass ich in meinem Berufsleben einmal in Sachsen so viele Jahre Bürgermeister sein werde. Was wäre wohl geworden, wäre ich bei der Bundeswehr geblieben? Für die Stadt kann ich dies nicht einschätzen. Die Weichen wären sicher anders gestellt worden. Als Soldat wäre ich mit meinen heute 61 Jahren bereits im Ruhestand. Aber wer mich kennt, weiß, das passt nicht zu mir!

Nun habe ich noch sieben spannende Jahre vor mir. Lassen Sie uns gemeinsam das Bestmögliche für die Zukunft unserer schönen Stadt auf den Weg bringen.

Lassen Sie uns das neue Jahr musikalisch eröffnen. Ich begrüße Schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule unter Leitung von Frau Klaus. Sie haben für uns zwei Lieder vorbereitet.

Traditionell findet der Neujahrsempfang in Frankenberg immer sonntags vormittags statt. Das hat seinen guten Grund: Für Frankenberg als „Stadt der Bildung“ ist der Empfang eine Veranstaltung für die ganze Familie. Kinder sind ausdrücklich gerne gesehen. So begrüße ich zu allererst sehr herzlich alle Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern und bekenne erneut: Kitas und Schulen, Kinder und Jugendliche haben in Frankenberg Vorrang. Dies wird auch in den nächsten Jahren nicht geändert, auch, wenn die Stadt große Investitionen in der Innenstadt tätigt. Der Schwerpunkt Frankenbergs mit dem Profil als „Stadt der Bildung“ wird bleiben. Wir wollen das Erreichte weiterentwickeln.

Ich heiße die zahlreichen Vertreter der Vereine herzlich willkommen, die diesen Empfang bunt umrahmen. Wenn ich sehe, wie sich die Vereine im vergangenen Jahr in unserer Stadt eingebracht haben, staune ich und bin voll des Lobes. Ich nenne Ihnen drei Beispiele:

  • Der SV Barkas veranstaltete im Juni passend zur großen Fußball-Europameisterschaft in Frankreich im Stadion „Jahnkampfbahn“ die “Mini-EM“. 24 Teams der F-Jugend von Sportvereinen aus 6 Bundesländern nahmen daran teil. Selbst aus Berlin reiste eine Delegation an. Per Losentscheid wurde entschieden, welche Mannschaft welche Nation aus der großen Europameisterschaft spielen durfte. Besser kann man Begeisterung für den Fußball nicht wecken und somit Nachwuchsarbeit leisten. Ich habe viele glückliche Kinderaugen gesehen. Frankenberg erlebte am diesem Wochenende eine Fußballfest pur mit fast 700 Besuchern!  
  • In der Dreifeldturnhalle richtete der TSV Dittersbach im August für die Sächsische Turnerjugend das Sächsische Kinderturnfest mit 170 Teilnehmern aus. Spiele und kleinere Übungen, Spaß an der Bewegung und die Förderung des Austauschs unter den Sportlern standen im Vordergrund. Das Bildungszentrum bot sich dabei als optimale Herberge mit Isomatte und Schlafsack an. Der TSV Dittersbach hat das Fest unter Leitung seines Vorsitzenden, Herrn Porst, nicht nur perfekt organisiert, sondern die Stadt auch hervorragend repräsentiert.
  • Im September war Frankenberg die Hauptstadt der Tanzgruppen Deutschlands. SV Turbine war Gastgeber für den Deutschlandcup des Deutschen Turn- und Sportbundes. 36 Gruppen aus fast allen Bundesländern  traten in drei Altersklassen in der Dreifeldturnhalle zum Wettbewerb an. Über 500 Zuschauer sahen sich die Auftritte an. Jeden Tag waren 80 Freiwillige im Einsatz, um die Organisation abzusichern. Großes Lob! Frankenberg zeigte sich in jeder Hinsicht von seiner besten Seite, immerhin: unsere Dancing Sox erreichten den 3. Platz. Die Augen unserer Tänzerinnen strahlten vor Freude.

Auch aus den anderen Vereinen könnte ich Großartiges berichten. Aus Zeitgründen kann ich nicht mehr aufzählen. Frankenberg lebt mit und durch die Vereine. Sie sind der Ort der Mitgestaltung städtischen Lebens durch die Bürger. Ich finde, wir sollten durchaus ein wenig stolz auf das bewährte Miteinander sein. Hut ab vor dem ehrenamtlichen Engagement der Vorstände. Ohne die Damen und Herren, die Verantwortung übernehmen, dreht sich nichts. Ich danke dafür! Aber auch die Stadt hat in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen wesentlich verbessert. Für die Kitas, Schulen und den Sport wurde eine hervorragende Infrastruktur geschaffen, die die Vereine in der außerschulischen Zeit zu nutzen wissen. Vor allem die Dreifeldturnhalle macht sich bezahlt – kein Wochenende, ohne dass dort etwas los ist. Unsere Vereine machen Frankenberg lebens- und liebenswert!

Informieren Sie sich nach Ende des Empfangs bei den Ständen der Vereine und erleben Sie die Vorführungen.

Sehr willkommen heiße ich die Ehrengäste:

unsere Vertreter im Deutschen Bundestag und Sächsischen Landtag Frau Dr. Raatz und meine liebe Frau, Frau Firmenich, und die Vertreter der Stadt im Kreistag, Stadtrat und den Ortschaftsräten. Ich bitte um Verständnis, dass ich Sie nicht namentlich nennen kann.

Erneut wieder unter uns ist der Bürgermeister unserer Partnerstadt Frankenberg/ Eder, Herr Heß. Lieber Rüdiger, ich freue mich sehr, dass Du da bist. Dein Besuch bei diesem Empfang ist ja nun schon zur Tradition geworden. Wir revanchieren uns zum Pfingstmarkt an der Eder. Für die bevorstehende Wahl zum Bürgermeister im September wünsche ich viel Erfolg. Wir müssen einfach zusammen bleiben.

Herzlich willkommen auch dem Bürgermeister unserer Nachbargemeinde Herrn Graf aus Lichtenau. Ich danke für die stets angenehme Nachbarschaft und gute Zusammenarbeit.

Sehr herzlich begrüße ich in Vertretung für den Landrat aus der Kreisverwaltung den 2. Beigeordneten, Herrn Höllmüller.

In Verbundenheit heiße ich Sie, Herr Brigadegeneral von Butler, Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“, willkommen. Herr General, Sie lassen es sich nicht nehmen, an dem Neujahrsempfang ihrer Garnisonsstadt persönlich teilzunehmen. Herzlichen Dank dafür. Sie haben auch etwas mitgebracht:

Herr Brigadegeneral von Butler überreichte zwei Schecks im Wert von je 1.500 Euro an das Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa sowie an das Bundeswehr Sozialwerk.

Ein besonderer Gruß gilt Ihnen, sehr geehrter Herr Reißmann, Präsident der Polizeidirektion Chemnitz. Ich danke für die stets gute Zusammenarbeit und sehr gute, tatkräftige Unterstützung der Stadt insbesondere durch den 1. Polizeihauptkommissar, Herrn Bauch, und seine Kolleginnen und Kollegen. Durch Ihr professionelles Handeln gewährleisten Sie den Bürgerinnen und Bürgern eine bestmögliche Sicherheitslage.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt drei Großbrände erleben müssen. Zweimal brannte ein Haus in der Freiberger Straße, einmal in der Sachsenstraße. Sie, Herr Stadtwehrleiter  Wrobel, haben mit ihren Kameradinnen und Kameraden schnell, umsichtig und versiert gehandelt und so Schlimmeres verhindert. Auf unsere Feuerwehr ist Verlass! Ihnen persönlich und allen Kameradinnen und Kameraden gebührt unser aller Anerkennung. Die Stadt, das sage ich ausdrücklich auch im Namen der Stadträte, schätzt Ihre Arbeit wert und sorgt dafür, dass Ihre technische Ausstattung auf neuestem Niveau bleibt. Über 1,6 Mio € hat die Stadt in den letzten fünf Jahren in die Technik, Ausstattung und den Brandschutz investiert. Damit auch in Zukunft unsere Feuerwehr personell leistungsfähig bleibt, brauchen wir jungen, motivierten Nachwuchs. Ich appelliere an die Eltern, unterstützen Sie die Arbeit der Feuerwehr. Wir haben in Frankenberg eine aktive, sympathische Jugendwehr, für die sich vielleicht auch ihr Kind begeistern kann.

Ich begrüße sehr herzlich

  • den Leiter des Referates „Gymnasien“ in der Regionalstelle Chemnitz der Sächsischen Bildungsagentur, Herrn Jentsch,
  • stellvertretend für die Schulleiter der Frankenberger Schulen den neuen, vor wenigen Tagen ernannten Leiter des Martin-Luther-Gymnasiums, Herrn Pezold. Sehr aufmerksam habe ich zur Kenntnis genommen, dass Sie als Frankenberger Bürger nicht irgendwo, sondern ausdrücklich in unserer Stadt die Leitung des Gymnasiums angestrebt haben. Das finde ich einen feinen Zug. Sie kommen mit dem Anspruch, das Haus weiter zu profilieren. Dort treffen sich unsere Überzeugungen. Ich biete Ihnen ausdrücklich die Zusammenarbeit an und würde mich freuen, wenn Sie unsere gemeinsame Arbeit für das MLG im  gleichen guten Geist wie ihre Vorgängerin mit Leben erfüllen.     

Weiterhin heiße ich willkommen:

  • den Leiter des Finanzamtes Mittweida, Herrn Wisslicen
  • den kaufmännischen Geschäftsführer des ZWA, Herrn Kunze
  • die Vertreter der Banken
  • die Unternehmer und Geschäftsleitungen der Frankenberger Betriebe sowie
  • die Händler aus der Innenstadt. Im September des vergangenen Jahres haben wir einen ganz besonderen Abend im Zentrum erlebt, den ich so schnell nicht vergessen kann. Unter dem Motto „Licht und Wein“ haben 25 Händler ihre Geschäfte geöffnet und zum Shoppen, Bummeln und Verweilen eingeladen. Sie haben sich alle sehr viel Mühe gegeben und eine romantische Stimmung mit vielen Kerzen gezaubert.  In einer lauen Sommernacht  gab es Musik, Wein, gute Gespräche und natürlich auch etwas zu Kaufen. An diesem Abend habe ich unsere Innenstadt nicht wieder erkannt. Ich danke allen fleißigen Mitmachern, die unter Leitung von Frau Berner, Frau Saborowski und Herrn Hofmann dieses besondere Erlebnis auf die Beine gestellt haben. Nicht vergessen will ich auch ein Dankeschön an den Kunst- und Kulturverein, der an diesem Abend im Ratskeller eine Vernissage organisiert hat. Ich freue mich auf den Herbst 2017 und rechne fest mit einer Wiederholung.     

Meine sehr geehrte Damen und Herren, im vergangenen Jahr haben wir zusammen in unserer Stadt viel geleistet, Frankenberg ist inzwischen gut vernetzt, hat viele Partner. Auch darauf können wir stolz sein. Das haben wir gemeinsam geschaffen. Lassen Sie uns darauf und auf einen guten Verlauf des neuen Jahres anstoßen.

 

 

Welche Herausforderungen liegen vor der Stadt im neuen Jahr? Viele, sehr viele Projekte gilt es, zu stemmen. Ich nenne Ihnen die drei Wichtigsten:

Bildung

Frankenberg verfügt, wenn die Modernisierung der Kita Taka-Tuka-Land abgeschlossen ist, über eine hervorragend ausgebaute Bildungsinfrastruktur. Doch nicht die Bausubstanz allein, sondern das pädagogische Konzept ist entscheidend für die Qualität der frühkindlichen Bildung. Frankenberg punktet mit Vielfalt: Wir haben Kitas mit sportlichem, musischem, naturwissenschaftlichem und  handwerklichem Profil, eine Kneipp- und eine christliche Kita.

Angesichts dessen, das Mehrsprachigkeit in unserer Zeit enorm an Bedeutung gewinnt, hat die Stadt sich entschieden, eine weitere Kindertagesstätte mit einem sprachlichen Profil einzurichten. Der Bedarf für eine weitere Kita ergibt sich aus der erfreulich hohen Zahl von Geburten, im vergangenen Jahr waren es 130.

Kinder lernen eine Fremdsprache spielend leicht, je früher sie damit beginnen. Deshalb soll in der neuen Kita schon ab dem Krippenalter englisch gesprochen werden – am besten durch Erzieher, die Englisch als Muttersprache sprechen. In Sachsen gibt es solche Modelle, die sind ganz hervorragend und so etwas wünsche ich mir für unsere Stadt. Die Ausschreibung für eine Kita mit sprachlichem Profil läuft, wir erwarten die Bewerbungen bis Ende dieses Monats.

Diese neue Kita wird nach Fertigstellung des Taka-Tuka-Landes zu Beginn 2018 in der ehemaligen Neubauschule ihr Domizil nehmen. So bleibt das Gebäude, das eigentlich als Übergangslösung gedacht war, dauerhaft in Nutzung.

Wir erreichen damit aber noch einen weiteren Effekt: nach zwölfjähriger Bautätigkeit an unseren Kitas sind wir dann erstmals in der Lage, allen Eltern, die es wünschen, einen Betreuungsplatz für ihre Kinder zu zusichern. Darüber hinaus können wir mit den Unternehmen der Stadt Kooperationsvereinbarungen abschließen und ihnen Kita-Plätze für ihre Mitarbeiter anbieten. Die Stadt kann ab 2018 mit freien Kapazitäten werben.

Bildungscampus Martin Luther

Auch der Bildungscampus „Martin Luther“ wurde in den letzten Monaten weiterentwickelt.Wie Sie sicher schon gesehen haben, hat die Neugestaltung des Friedensparkes begonnen.  Im Vorfeld ging es darum, die neue Mitte des Parks zu bestimmen. Verschiedene Möglichkeiten standen zur Wahl:
-       die Nachbildung der historischen Germania,
-       ein Brunnen,
-       eine Pflanzenrabatte oder
-       ein Kunstwerk

Am Ende hat sich die Stadt nach Beteiligung der Bürger und des Martin-Luther-Gymnasiums für ein modernes Bauwerk entschieden, dass für die vier angrenzenden Bildungseinrichtungen und alle Bürger gleichermaßen offen sein wird. Der Campus erhält eine begehbare, vielseitig nutzbare Mitte. Es wird ein Pavillon entstehen. Der Entwurf stammt von dem Architekten Illg aus Leipzig, der das Bauwerk, „die Ellipse von Frankenberg“,  folgendermaßen beschreibt:

„Der Entwurf ist eine moderne, minimalistische Umsetzung eines klassischen „Monopteros“. Ein filigranes, elliptisches Dach von schlanken Stützen gehalten mit einer mittigen verglasten Öffnung.“ Sie brauchen nicht zu googlen: Das Wort „Monopteros“  stammt aus dem Griechischen. Man versteht darunter einen Rundbau mit Säulen oder auch einen Säulentempel.

Der Pavillon wird aus Edelstahl erstellt und ist Vandalismus sicher. Durch seine Bauweise schwebt er transparent und glitzernd über der Mitte des Parks. Bei der Ausgestaltung des Daches sollen die Schüler des Gymnasiums einbezogen werden und können sich so in ihrem künstlerischen Profil betätigen. Zudem erhalten das Gymnasium und die anderen Bildungseinrichtungen um den Friedenspark eine Präsentationsfläche nach außen.

Aufgrund der Größe des Pavillons kann er sich zu einer Bühne für Kleinkunst entwickeln. Vorstellbar sind kleinere Theaterveranstaltungen, Kleinkonzerte von Künstlern, Schülerbands, kleineren Musikformationen der anliegenden Jugendkunstschule – insgesamt eine Belebung des Parks, ein offener Austausch zwischen den Generationen – zum Beispiel bei einem sonntäglichen Konzert oder einer Kunstausstellung.

Die Umgestaltung des Friedensparks bildet einen weiteren Meilenstein zur Belebung der Mitte der Stadt.

Gründung eines Stadtschülerrates

Die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an Entscheidungen in unserer Stadt soll im neuen Jahr weiter ausgebaut werden. Die Mitsprache von Schülern des Martin-Luther-Gymnasiums bei der Ausgestaltung des Daches des neu entstehenden Pavillons ist dabei nur ein Beispiel. Zukünftig beabsichtigt die Stadt, bei Fragen der Stadtentwicklung und des Bildungsgeschehens die Meinung der Jugendlichen mit einzubinden. So wie der Stadtelternrat soll der Stadtschülerrat den Entscheidungsträgern als beratende Stimme zur Seite stehen.  Der Schülerrat soll aus Vertretern des Gymnasiums, der Oberschule, des Kinderparlamentes des Hortes der Astrid-Lindgren-Grundschule sowie des Clubrates des Jugendclubs bestehen. Bei einer ersten Zusammenkunft vor wenigen Tagen haben bereits 16 Kinder und Jugendliche ihr Interesse zur Mitarbeit angemeldet. Die konstituierende Sitzung ist in diesem Quartal geplant. 

Auch wenn der Schwerpunkt der Stadt künftig weiterhin auf der Weiterentwicklung des Bildungsangebotes liegen wird, werden in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen der Stadtentwicklung zufließen. Die zweite Herausforderung im neuen Jahr ist die Vorbereitung der Landesgartenschau:

 

Stadtentwicklung/ Landesgartenschau

Die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2019 wird Frankenberg nachhaltig positiv verändern und ist für uns die Chance. Die Schau wird für unsere Stadt und die Region viel mehr als eine Gartenbauausstellung. Sie ist der Motor für eine andauernde Entwicklung und wird über 2019 hinaus strahlen. Frankenberg wird Impulse für die Infrastruktur und Lebensqualität erhalten und weit über Sachsen hinaus bekannt werden. Der Imagegewinn wird beachtlich sein!

Wir dürfen keine Zeit ungenutzt verstreichen lassen. Nie wieder werden wir in so kurzer Zeit so nachhaltig unsere Innenstadt modernisieren können. Ich lade alle Bürger ein, mit zu machen und sich einzubringen. Möglichkeiten gibt es viele, z.B. im Förderverein Landesgartenschau, der alle Aktivitäten bündelt. Ob Sie sich als Gästeführer engagieren wollen oder vielleicht die Patenschaft für einen Baum übernehmen wollen, der Verein ist die richtige Adresse. Nehmen wir gemeinsam diese Herausforderung an und gestalten die Zschopauaue, das Mühlbachtal und die Innenstadt nach unseren Vorstellungen.

Historie Zschopautal

Wesentliche Veränderungen in der Zschopauaue sind nichts Außergewöhnliches. Ich habe in den historischen Dokumenten im Archiv nachgesehen. Wie der Stich von Merian aus dem Jahr 1650 zeigt, ist unsere Stadt am Berg oberhalb der Flussaue entstanden. Die Holzbrücke im Vordergrund stand etwa auf Höhe der heutigen Straßenbrücke der B 169 über die Zschopau. Doch der Fluss hatte kein großes Gefälle, floss sehr wasserreich, langsam und gemächlich in einem wesentlich breiteren Bett durch das Tal als heute.  Stellenweise war er von Sümpfen umgeben. Der Grundriss des Zschopaustroms von 1760 zeigt dies deutlich.

Heimgesucht von Hochwasserereignissen haben die Menschen vor 300 Jahren begonnen, die Zschopau zu regulieren und mit Holz, Steinen und Schutt in ihrem Bett zu halten und zu begradigen. Die früheren Rats-Teiche in Höhe des heutigen Dammplatzes und der Schilfteich erinnern noch heute an das alte Flussbett.

Bereits 1464 hatten sich die Leineweber zu einer Zunft zusammengeschlossen. Frankenberg entwickelte sich zu einem typischen Leinenweberstädtchen. 7 Bleichereien und 32 Färbereien siedelten sich in der Unterstadt entlang der Zschopau und des Mühlbaches an. Mit der Entwicklung der Textilindustrie nutzte der Mensch zunehmend die Flächen in der Aue. Im 20. Jahrhundert siedelten sich zahlreiche Firmen an: Webereien, Färbereien, Stoffdrucker und Bleicher. Die Einwohnerzahl Frankenbergs stieg sehr schnell: von fast 2.700 um 1755 auf 14.900 um 1934.

Das Foto aus dem Jahr 1934 zeigt deutlich, wie sich die Unternehmen der Textilindustrie in der Aue niedergelassen  haben.
(1755 - 2.696 Einwohner | 1934 - 14.817 Einwohner)

Doch mit der politischen Wende hatten die meisten Unternehmen keine Zukunft mehr. Entlang des Mühlbachs und der Zschopau verfielen die einst florierenden Betriebe zu Industriebrachen. Nach und nach kaufte die Stadt diese Flächen auf und schuf so die Voraussetzung dafür, diese Gebiete neu zu entwickeln. Der Prozess des Umbaus der Zschopauaue begann.

Wenn nun auf diesen Flächen 2 Landschaftsparks entstehen werden, so kann ich nur feststellen: Welches Glück für unsere Stadt!

Wir alle wissen, ohne den Hochwasserschutz, den der Freistaat in den letzten Jahren gebaut hat und der bis 2019 auf Lichtenauer Seite fertig gestellt wird, und ohne sehr viel Geld geht so etwas nicht. Der Freistaat Sachsen reicht im Rahmen der Stadtentwicklung alle drei Jahre Finanzmittel an die Städte aus, die die Landesgartenschau ausrichten. Für uns sind dies 3,2 Millionen Euro, die die Stadt in den Jahren 2016 – 2019 zusätzlich zu den bekannten Programmen der Städtebauförderung erhält.

Die Karte zeigt die Gebiete der Landschaftsparks entlang der Zschopau und des Mühlbaches sowie die Zwischenzone – unsere Innenstadt.

Konkret bedeutet dies, dass die Stadt die Baumaßnahmen in der Regel mit 15% Eigenmitteln finanzieren kann. Das ist unsere Chance, die Innenstadt herauszuputzen. Wie sehen die Planungen aktuell aus:

Naturerlebnisraum Zschopauaue

Als erste Baumaßnahmen beginnen noch im Februar je nach Witterung der Rückbau des historischen Lisema-Gebäudes und der Bau des Tennisplatzes.

Schauen wir uns die derzeitigen Planungen an, sehen Sie  den Naturerlebnisraum Zschopauaue mit einer Gesamtfläche von 6,1 ha. Die Planungen der Stadt und des Landschaftsarchitekturbüros sind in dem Abschnitt des ehemaligen Lisema-Geländes am Weitestesten vorangeschritten. Diese möchte ich Ihnen jetzt vorstellen und lade Sie zu einem Spaziergang ein.

Wir starten am Haupteingang am Auenweg. Gleich links wird ein großer Parkplatz für Busse errichtet. Hier wird auch der Shuttlebus halten, der auf seiner Tour durch die Stadt das Landesgartenschaugelände, die großen  PKW Parkplätze, den Bahnhof und die Innenstadt verbindet. Die Kassenhäuschen befinden sich hinter dem Busparkplatz. Hinter dem Haupteingang liegt der Bereich der Verkaufsstände für Souvenirs und Gartenartikel.
Gegenüber wird ein großer Spielplatz geplant zu technisch – physikalischen Themen, der in Kooperation mit Schülern der Oberschule und des Gymnasiums entwickelt werden soll. Entlang des neugestalteten Weges können wir während der Zeit der Landesgartenschau Wechselbepflanzung betrachten - Frühblüher, Sommerflor und Herbstflor. Heißer Tipp von mir, rechtzeitig Dauerkarte besorgen!

An der ersten Abbiegung haben Sie die Möglichkeit zur Blumenhalle und zum Catering zu gehen, um sich zu stärken. Das Gebäude, das anstelle der heutigen Produktionshalle gebaut wird, kann ich Ihnen noch nicht vorstellen. Der Architektenwettbewerb endet morgen. Der Stadtrat wird Anfang Februar entscheiden, welches Architekturbüro den Auftrag zur Planung erhält.

Bei unserem Rundgang folgen wir dem Hauptweg, um den schönen Blick der Zschopauaue bis zum Deich zu genießen. Entlang des Weges werden Sie immer wieder Sitzmöglichkeiten vorfinden, voraussichtlich mit einer Gartenbank, die eine Dresdener Firma extra für Frankenberg herstellen wird. Die neu gestaltete, große Grünfläche wird durch Wechselbepflanzung bunt aufblühen. Entlang des Weges sind verschiedene Themengärten wie Rhododendrongarten und Pharmazeutische Gärten angeordnet.

Folgen wir weiter unserem Hauptweg erreichen wir die verschiedensten Sport- und Spielanlagen zunächst links eine Streetballanlage, danach ein Kleinkinderspielplatz für Kinder im Alter bis ca. 6 Jahre und anschließend der Niedrigseilklettergarten mit dem geplanten Aussichts- und Kletterturm. Ob dieser Turm gebaut wird, ist allerdings noch nicht entschieden. Dahinter befindet sich noch ein Beachvolleyballplatz,  der möglicherweise nach der Landesgartenschau von SV Turbine betrieben wird.

Folgen wir nun dem Hauptweg kommen wir auf den neuen Zschopautalradweg und erreichen den großen Fest- und Veranstaltungsplatz mit der Hauptbühne. Dort werden  alle großen Veranstaltungen während der Landesgartenschau stattfinden. An dem Programm wird derzeit intensiv gearbeitet. Sicher kann ich Ihnen in einem Jahr die ersten besonderen Veranstaltungen nennen. Geplant ist, den Zuschauerraum mit einer Bogenhalle, einem Zelt zu überdachen. In Sachsen hat es das bei einer Landesgartenschau noch nicht gegeben. Um die Zuschauer vor Regen und starker Sonneneinstrahlung bei den Events zu schützen, wäre die Errichtung einer Bogenhalle für ca. 600 Besucher durchaus vernünftig.

Als Ersatz für die in die Jahre gekommene Tennisanlage an der Badstraße entsteht mitten in der Zschopauaue zusätzlich eine neue Tennisanlage. Diese besteht aus drei Feldern und ist zudem turnierfähig.

Weiter des Weges entlang der Zschopau kommen wir zu den Friedhofsgärten. Diese sind ebenfalls fester Bestandteil einer Gartenschau. Auch bis zu diesem Teil können Sie immer wieder Wechselbepflanzungen bestaunen.

Auf der Zschopauinsel geht es weiter.

Hier entsteht als erstes der Pavillon des MDR. Von diesem Übertragungsort wird unser Heimatsender Livesendungen ausstrahlen. Für ein halbes Jahr rückt Frankenberg so in den besonderen Blick in Sachsen. Anschließend  schließen sich Staudenbepflanzungen, Themengärten und ein weiterer Spielplatz an. Nun kommen Sie am Ende der Zschopauinsel an den Fußpunkt der Brücke, um den Betriebsgraben und die B 169 zu überqueren.

Die Gesamtkosten dieses Teils der Landesgartenschau belaufen sich auf 5,3 Millionen Euro einschließlich des Aussichts- und Kletterturms. In dieser Summe sind der Bau der Tennisanlage, des Erlebnismuseums für Stadt- und Industriegeschichte „Zeit-Werk-Stadt“ und der Abriss des historischen Lisema-Gebäudes nicht enthalten.

Paradiesgärten Mühlbachtal

Durch das gesamte Mühlbachtal führt ein neuer Geh- und Radweg.  Der Haupteingang befindet sich am Hammertal, wo auch der Shuttlebus hält.
Nach dem Haupteingang werden Wechselbepflanzungen entstehen. Der vorhandene Spielplatz bleibt  erhalten und, um die Sachsenstraße zu unterqueren, wird der bestehende Tunnel umgestaltet. Nach dem Tunnel können Sie den Mühlbach über eine kleine Brücke überqueren. Linker Hand des Mühlbaches befinden sich das grüne Klassenzimmer und eine Schauimkerei.
Rechter Hand sehen Sie eine sehr naturnahe Gestaltung  beginnend mit einem Bruchwald übergehend in Blühwiesen und begleitet von umfangreichen Wechselpflanzungen.

In Höhe vom 1. Abzweig zu einem Aussichtsstandort (rückwärtig der Freiberger Straße) beginnt parallel zum Hauptweg ein Gehweg mit einer wasserführenden Rinne in Erinnerung an den früheren Mühlgraben.
Die Gestaltung des Mühlbaches erfolgt sehr naturnah und hochwassersicher. Der Mühlbach wird in diesem Bereich auf geweitet, so dass zwischen zwei Läufen eine ansprechende Inselsituation entsteht.
Links des Weges liegen die bestehenden Kleingärten. Der Landesverband der sächsischen Kleingärtner nutzt einen leer stehenden Garten, um einen Informationspunkt für den Freizeitgartenbau einzurichten.  Weiter wird ein neuer Kinderspielplatz gebaut, an dem das Wasser vom angedeuteten Mühlgraben wieder in den Mühlbach fließt. Fast am Baderberg angekommen wird auch im Mühlbachtal eine kleine Bühne für Veranstaltungen errichtet. Diese befindet sich auf einem Parkplatz, der nach der Landesgartenschau erhalten bleibt und vielfältig genutzt werden kann.

Die Gesamtkosten für die Paradiesgärten Mühlbachtal betragen 3,6 Millionen Euro, die neugestaltete Fläche umfasst 4,8 ha.

 

Brücke „Schlange“

Um die beiden Landschaftsparks zu verbinden und die verkehrsreiche Bundesstraße zu queren, ist geplant, eine Geh- und Radwegbrücke von der Zschopauinsel zum Dammplatz in der Innenstadt zu bauen. Aufgrund ihrer geschwungenen Form hat sie den Namen „Schlange“ erhalten. Schaut man sich die Brücke von der Zschopauinsel aus an, erkennen Sie das elegante moderne Aussehen.
Die Brücke kostet nach derzeitigem Planungsstand 3,7 Millionen Euro und könnte mit 90% als Geh- und Radweg gefördert werden. Auf die Stadt kommen somit Kosten für den Bau in Höhe von ca. 400.000 Euro zu. Im Verhältnis zu anderen Tiefbauprojekten wie der Bau des Gehweges im Ortsteil Sachsenburg bzw. in Mühlbach oder in diesem Jahr in der Bad- und Bahnhofstraße ist dieser Eigenanteil durchaus vertretbar. 

Mit der Landesgartenschau entsteht in der Zschopauaue ein Landschaftspark, der sowohl Richtung Braunsdorf wie nach Sachsenburg und Merzdorf, Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten bietet. Die Brücke wäre nicht nur eine zeitgemäße Querungshilfe für Jung und Alt, sondern kann auch zur Attraktion und Sehenswürdigkeit für unsere Stadt werden. Vor dem Hintergrund der außergewöhnlichen Perspektive für die Stadt sollten wir die Chance nicht vertun und die Brücke errichten, wenn Fördermittel zugesagt werden.  

Die Frankenberger Musiker Günter und Ebs sehen die Chancen ebenso. Sie haben die Planungen in ein Lied gefasst. Ich zitiere „… ne Brücke mit viel Schwung dorthin, wo gibt’s das schon“. Begrüßen Sie mit mir Günter und Ebs:

Kernstadt C

In der Innenstadt starten wir ein umfangreiches Straßenbauprogramm:

Der grundhafte Ausbau der Rathausgasse ist in 2018 vorgesehen. Die Planungen für den Bau des Dammplatzes werden im kommenden Technischen Ausschuss am 25. Januar vorgestellt, der Bau ist in den Jahren 2017 bis 2018 vorgesehen. Während des Baues soll der Dammplatz immer befahrbar bleiben, es ist keine Vollsperrung vorgesehen. Der Baderberg, die Wassergasse und die Schuhmachergasse werden in diesem Jahr und nächsten Jahr ausgebaut. In der Badergasse und Mühlenstraße werden in 2018 die Gehwege und die Fahrbahn ausgebaut. Der grundhafte Ausbau der Leopoldstraße und des Mühlgrabens sind für 2018 vorgesehen.

Straßenbaumaßnahmen im übrigen Stadtgebiet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Ausbau der Autobahnanschlussstelle Frankenberg ist für dieses Jahr vorgesehen. Aus allen drei Richtungen werden jeweils 2 Fahrstreifen hergestellt, das Provisorium der Lichtsignalanlage wird durch eine stationäre Anlage ersetzt.

Auf der B 169 im Abschnitt zwischen Badstraße und Mittweidaer Straße/ S 202 wird die Asphaltdeckschicht einschließlich des Gehwegbaus in 2018 erneuert.

Am Stadteingang von Chemnitz aus wird parallel der B 169 in den Jahren 2017/ 2018 ein Radweg gebaut. Der Parkplatz gegenüber der Gaststätte Wiesengrund wird zum Wanderparkplatz umgestaltet.

Dieses Frühjahr wird endlich die  S 203 im  Abschnitt zwischen Max-Kästner-Straße und Parkstraße grundhaft erneuert. Der 1. Abschnitt ist das Stück von der Max-Kästner-Straße bis zur Winklerstraße, der 2. Abschnitt ist von der Winklerstraße bis zur Parkstraße vorgesehen. Der Abschnitt „Kreuzungspunkt Bahnhofstraße/ Freiberger Straße bis zum Bahnübergang“ wird derzeit noch geplant.

Die Fertigstellung folgender Tiefbaumaßnahmen ist in diesem Jahr vorgesehen:

-       Lerchenstraße zwischen Töpferstraße und Hohe Straße
-       Kreisverkehr an der Schloßstraße/ Klingbach.

Sie werden sich jetzt sicher fragen, wie Sie künftig durch Frankenberg durchfinden sollen. Ich verspreche Ihnen, einen Hubschrauber brauchen Sie nicht, aber vielleicht manchmal etwas Geduld. Die Belastungen werden groß, aber nie waren die Chancen so groß, unsere Straßeninfrastruktur zu verbessern.
Die neuen Entwicklungen in den Bereichen der Bildung und der Stadtentwicklung lassen sich nur in einem guten Miteinander mit Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren gestalten. Die Stadt möchte, wo immer dies möglich ist, die Bürgerinnen und Bürger über die Planungen informieren und beteiligen. Abschließend möchte ich Ihnen Neuerungen zum Thema Bürgerinformation vortragen.

Bürgerinformation

In der heutigen Zeit kommt der Information eine überaus große Bedeutung zu. Wir werden von den verschiedensten Quellen mit Informationen nur so eingedeckt. Was die amtlichen Mitteilungen angeht, haben wir vor zwei Jahren unser Amtsblatt modern gestaltet und neu gegliedert. Es erscheint jetzt mit einem ansprechenden farbigen Deckblatt nach wie vor in zweiwöchigen Rhythmus und ist inhaltlich gestrafft.

Auch der Internet-Auftritt der Stadt wurde völlig neu aufgemacht. Die Homepage wurde neu strukturiert. Auch wenn an der einen oder anderen Stelle eine Ergänzung bzw. eine Überarbeitung erforderlich ist, das Internet hat sich zu der Informationsquelle in der Stadt entwickelt. Zählte die Stadt 2014 monatlich noch 2.000  Besucher, sind heute fast 7.000 interessiert. Die Zugriffe (also die Klicks) haben sich in den vergangenen zwei Jahren versechsfacht, von pro Monat im Jahr 2014 100.000 Zugriffe auf heute fast 600.000. 

Angesichts dieser Entwicklung will die Stadt dem Informationsbedürfnis noch besser Rechnung tragen. Ab 01. Februar werden wir die elektronische „Stadtinfo“ anbieten. Bürger, die sich über die Homepage der Stadt anmelden, erhalten alle Informationen, die die Stadt auf ihrer Homepage einstellt, gleichzeitig unverzüglich per mail an ihre Internet-Adresse. Neuigkeiten über Straßenbaumaßnahmen, Hochwasserwarnmeldungen, Termine von Sitzungen des Stadt- oder der Ortschaftsräte und alle weiteren Informationen der Stadt, des Landkreises oder anderer staatlicher Stellen werden auch an den Bürger gesandt.  Natürlich werden wir auch die Angebote der Veranstaltungs- und Kultur GmbH und Informationen unserer Vereine weiterleiten. Wer gut informiert sein und mitsprechen will, sollte sich anmelden.

Alles, was ich Ihnen heute vorgestellt habe, ist Grund genug, sich über schon Erreichtes und Kommendes ehrlich zu freuen. Das tun auch die meisten Bürger. Gerade für die Planungen für die Landesgartenschau gibt es eine große Zustimmung. Auch mit den Projekten Schloss Sachsenburg, Entwicklung des Gesundheitszentrums, Bau der Kanu-Station für den SV Turbine sowie den unterschiedlichsten Hochwasserschutzmaßnahmen geht es vorwärts. Zudem entwickeln wir das Erlebnismuseum für Stadt- und Industriegeschichte mit dem aufregenden Namen  „Zeit-Werk-Stadt“, das in der Zschopauaue anstelle der Produktionshalle von Lisema errichtet werden soll.Dass wir Frankenberger das mit Mut, Optimismus und einer gesunden Portion Selbstvertrauen  schaffen werden, daran habe ich keinen Zweifel. Die Rahmenbedingungen für die Stadt sind so gut, wie nie zuvor und unser Engagement wird sich für alle Bürger auszahlen. Ich denke, die Stadt und ihre Bürger haben allen Grund glücklich zu sein! Frankenberg macht glücklich!

Situation der Demokratie

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,
ich bedanke mich für Ihre Geduld, mit der Sie meinen doch sehr umfangreichen Ausführungen zugehört haben. Ganz bewusst habe ich mich auf Frankenberg beschränkt und keine Welt- oder europolitischen Probleme bewegt. Nicht, dass ich dazu keine Meinung hätte. Es geht mir angesichts der vielen Krisenherde, der politischen Unwägbarkeiten, des wachsenden Terrorismus und der ungelösten Flüchtlingsproblematik nicht anders als den meisten von Ihnen. Auch ich mache mir Gedanken um die Zukunft und ich habe mehr Fragen als Antworten, wie diese Probleme alle bewältigt werden können. Auf die große Weltpolitik haben wir von Frankenberg aus keinen Einfluss – aber, wir können etwas dafür tun, dass unser Land stark und stabil bleibt.

Unser Heimatland, unser Deutschland ist nicht nur eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt, hier gibt es auch ein Sozialsystem, wie sonst in kaum einem anderen Land, und eine gefestigte Demokratie, die jedem Einzelnen Recht und Freiheit garantiert. Wenn wir über Werte reden, so ist für mich das Grundgesetz mit den dort verfassten Grundrechten der allgemeinverbindliche Wertekanon für alle Bürger, die sich in Deutschland aufhalten. Und der ist nicht verhandelbar. Den gilt es zu verteidigen – nach außen genauso wie nach innen.

Ich bin davon überzeugt, wenn wir Deutsche zusammenstehen und uns nicht spalten lassen, wenn wir mit Zuversicht in die Zukunft schauen und uns nicht einreihen in die Reihe derer, die mit allem unzufriedenen sind, wenn wir auf Fakten vertrauen und nicht von Gefühlen und Stimmungen leiten lassen, wenn wir im Umgang mit unseren Mitmenschen uns auf unsere Werte besinnen und uns denen, die unser Land und unsere Demokratie schlecht reden oder gefährden, entschlossen entgegen stellen, dann übernehmen wir Verantwortung, machen unsere Demokratie stark und schützen unser Land. 

Wir leben seit mehr als 70 Jahren in Frieden, konnten mit vereinten Kräften unser Land aufbauen und werden auch unsere Zukunftspläne nur realisieren können, wenn Frieden bleibt. Tun wir alles dafür – im Großen wie im Kleinen!

Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes, erfolgreiches – vor allem aber friedliches Jahr 2017.

Lassen Sie uns den Empfang mit der Nationalhymne beenden. Die kleine Besetzung des Symphonischen Blasorchesters Frankenberg unter Leitung von Frau Stand unterstützt uns dabei.

 

 

 

 

 

– Es gilt das gesprochene Wort!